Linzer Stories

Zu Fuß in Linz

Seit Juni 2025 hat Linz einen Masterplan Gehen mit 280 Maßnahmen und sieben Leitprojekten, aber der Umbau des Hauptplatzes hat keinen Termin mehr, und auch für den Masterplan Parken gibt es keinen. Was beschlossen wurde, was davon umgesetzt ist und was wir dazu sagen.

Von Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz. Stand: 28. Oktober 2026 · Chronik

Inhalt

Ein Plan fürs Gehen

Im November 2023 hat Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) den Masterplan Gehen im Gemeinderat als in Planung bezeichnet,⁠1 und im Jänner 2024 hat er angekündigt, dass ein Antrag an den Stadtsenat vorbereitet wird.⁠2 Ich habe im selben Monat darauf hingewiesen, dass Graz einen Masterplan Gehen beschlossen hat und es Zeit ist, das auch in Linz anzugehen und die Bundesförderung „klimaaktiv mobil“ dafür abzuholen.⁠3 Im April 2024 hat der Stadtsenat einstimmig das Büro Rosinak & Partner mit dem Masterplan beauftragt, veranschlagt waren knapp 70.000 Euro.⁠45

In den Plan sind auch die Fußverkehrs-Checks eingeflossen, die 2022 im Franckviertel rund um den Bulgariplatz und in Kleinmünchen-Auwiesen gemacht wurden,⁠678 dazu eine Online-Erhebung des VCÖ und die Meldungen im städtischen System „Schau auf Linz“.⁠9 Zusammengekommen sind dabei 274 Schwachstellen,⁠10 und für sie sind im Masterplan 280 Maßnahmen an konkreten Standorten festgelegt.⁠11 Laut Masterplan hat Linz rund 480 Kilometer Gehsteige, etwa 22 Prozent davon sind schmäler als zwei Meter und entsprechen damit nicht den Richtlinien, und für weitere 22 Prozent gibt es keine verlässlichen Daten zur Breite.⁠12 Zu Fuß gehen die Linzer:innen wieder mehr, der Anteil ihrer Wege ist nach einem Rückgang von 28,6 Prozent im Jahr 1992 auf 21,9 Prozent im Jahr 2012 bis 2022 wieder auf 25,7 Prozent gestiegen.⁠13

Ein schmaler Gehweg aus Betonplatten führt neben einem Bahngleis zwischen hohem Gras und Rohrleitungen geradeaus, weit hinten ist eine Person unterwegs
Franckviertel, Juni 2022. Foto: Die Grünen Linz

Am 5. Juni 2025 hat der Gemeinderat den Masterplan Gehen als Grundsatzbeschluss angenommen, alle Fraktionen haben zugestimmt, nur die FPÖ hat sich enthalten.⁠14 Begründet hat die FPÖ das damit, dass der Plan die Beschränkung oberirdischer Parkplätze, schmälere Fahrbahnen, Einbahnregelungen und Fahrbahnverengungen enthält.⁠15 Laut Beschluss ist der Masterplan keine Vorentscheidung über einzelne Maßnahmen, das heißt, jede Umsetzung braucht einen eigenen Beschluss und ist nur mit Geld möglich, das schon im Budget steht.⁠16 Eingeteilt sind die Maßnahmen in kurzfristige mit einem Planungshorizont bis zu drei Jahren und in mittel- bis langfristige mit vier bis zehn Jahren,⁠17 und der Plan hat vier Ziele mit zwölf Handlungsfeldern und Indikatoren bis 2040.⁠18 Ob sie erreicht werden, soll die Stadt alle fünf Jahre prüfen.⁠19

  1. Stelen für ein Fußgängerleitsystem

    Ist0 203012 204022

  2. Volksschulen mit Schulwegplan

    Ist 20246 203041 2040kein Ziel

  3. Schulen mit beruhigtem Umfeld oder Schulstraße

    Ist 20249 203012 204018

  4. Städtische Trinkbrunnen

    Ist 202490 2030103 2040123

  5. Anteil der Wege zu Fuß und mit dem Rad

    Ist 202236,4 % 203040 % 204050 %

  6. Fläche von Fußgängerzonen, Wohnstraßen und Begegnungszonen in m²

    Ist 202496.070 2030100.000 2040110.000

  7. Städtische Bäume entlang der Wege

    Ist 202412.422 203012.750 204013.250

Sieben Indikatoren aus dem Masterplan Gehen, jede Zeile reicht bis zu ihrem eigenen höchsten Ziel. Für die Schulwegpläne nennt der Plan nur ein Ziel bis 2030. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fußgänger:innen soll von 152 auf 140 bis 2030 und 110 bis 2040 sinken.⁠202122232425

Wir haben dem Masterplan zugestimmt, und ich habe in der Debatte gesagt: „wir unterstützen den Plan aus Überzeugung“.⁠26 Ich habe aber auch darauf hingewiesen, dass viele Maßnahmen auf das Förderprogramm „klimaaktiv mobil“ des Bundes ausgerichtet sind, das es in seiner alten Form de facto nicht mehr gibt.⁠27 Der Masterplan ist laut eigenem Text die Voraussetzung für diese Förderung,⁠28 und das Verkehrsministerium hat für „klimaaktiv mobil“ 2024 noch 95 Millionen Euro eingeplant, 2025 77 und 2026 69,5 Millionen, und ob die Förderinitiative 2026 neu aufgelegt wird, hat es wegen der Budgetkonsolidierung offen gelassen.⁠29 Auf der Themenseite der Stadt zum Gehen heißt es am 28. Oktober 2026 übrigens noch immer, dass der Masterplan gerade erstellt wird.⁠30

„Was ein wenig zu kurz kommt, sind kleine und durchaus wirksame Schritte, die schnell, kostengünstig und mit unmittelbarem Effekt umgesetzt werden könnten.“⁠26

Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz, im Gemeinderat im Juni 2025

Sieben Leitprojekte und wo sie stehen

Die sieben Leitprojekte des Masterplans sind der Hauptplatz mit Domgasse und Klosterstraße, die Hafenstraße bei der Gallanderstraße, die südliche Landstraße mit der Achse zum Martin-Luther-Platz, der Hinsenkampplatz und die Hauptstraße, der Lonstorferplatz mit Ebenhochstraße und Freytagstraße, ein Möblierungskonzept und ein Fußgängerleitsystem für die Innenstadt.⁠31

Für den Hauptplatz hat der Gemeinderat im Juli 2025 Planung und Ausschreibung vergeben, mit einem Rahmen von höchstens 6 Millionen Euro, und als Baustart war der Herbst 2026 genannt.⁠32 Im April 2026 hat die Stadt den Baustart auf das Frühjahr 2027 verschoben, weil die Abdichtung der Tiefgaragendecke saniert werden muss,⁠33 und am 5. Oktober 2026 hat sie mitgeteilt, dass auch der April 2027 wegen offener rechtlicher und vertraglicher Fragen zur Tiefgarage nicht hält und ein neuer Zeitplan noch nicht feststeht.⁠34 Die Umgestaltung der Domgasse, die zum selben Leitprojekt gehört, hätte um 360.000 Euro breitere Gehsteige und mehr Sitzplätze gebracht, und der Gemeinderat hat sie im Dezember 2025 abgelehnt, weil sich SPÖ, Grüne, FPÖ, KPÖ und Gemeinderat Clemens Brandstetter enthalten haben.⁠35 Wir haben uns enthalten, weil die Planung die Fahrbahn bestehen lässt und die Ein- und Ausfahrten nicht beruhigt. „Für das jetzige Provisorium ist das in Ordnung, aber für eine echte Umgestaltung, so wie wir sie gerne gehabt hätten, ist es zu wenig. Das Auto bleibt in der Fahrbahn sehr dominant“, habe ich gesagt.⁠36 Wie der Straßenraum aus Kinderaugen aussieht, habe ich im September 2026 beim Mobilitätsfest in der Domgasse selbst ausprobiert.⁠37

Helge Langer steht mit zwei Gästen des Mobilitätsfests vor Infoständen und Fahnen auf dem Pflaster der Domgasse
Domgasse, September 2026. Foto: Die Grünen Linz

In der Hafenstraße nördlich der Gallanderstraße ist der Gehsteig laut Masterplan nur einen Meter breit.⁠38 Im Mai 2026 hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, die Hafenstraße dort umzubauen, mit einer Druckknopfampel mit Blindenakustik und einem Kostenrahmen von höchstens 610.000 Euro,⁠39 und LinzPlus-Gemeinderat Lorenz Potocnik hat daran erinnert, dass die Lösung rund neun Jahre gedauert hat.⁠40 Am Martin-Luther-Platz wird seit April 2026 gebaut, und die Kosten sind von rund 759.000 Euro auf rund 995.400 Euro gestiegen.⁠41 Laut Stadt werden dort rund 1.000 Quadratmeter entsiegelt, 20 Bäume gepflanzt und 7 Sitzbänke, 15 Sessel und ein Trinkbrunnen aufgestellt, und die Johann-Konrad-Vogel-Straße wird Begegnungszone.⁠42 Für die neue Baumreihe aus Ulmen in der Johann-Konrad-Vogel-Straße kommt auch Geld aus unserem Stadtgrünressort.⁠43 Den Vorschlag von LinzPlus, die Ampel an der Kreuzung Landstraße, Bürgerstraße und Langgasse zu entfernen und die Begegnungszone in der südlichen Landstraße fertigzugestalten, hat der Gemeinderat im Juli 2026 abgelehnt, weil sich SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Gemeinderat Obermayr enthalten haben.⁠44

Eine Begegnungszone in der Hauptstraße in Urfahr haben wir schon im März 2016 beantragt, Berichterstatter war Klaus Grininger, und der Gemeinderat hat den Antrag damals einstimmig dem Infrastrukturausschuss zugewiesen.⁠45 Im Mai 2024 hat der Gemeinderat unseren Antrag angenommen, am Hinsenkampplatz oberirdische Querungen für Fuß- und Radverkehr zu schaffen, Berichterstatter war Markus Rabengruber.⁠46 Heute sind Hinsenkampplatz und Hauptstraße gemeinsam ein Leitprojekt.⁠31 Zur ersten Informationsveranstaltung der Stadt im Juli 2025 sind rund 80 Interessierte gekommen,⁠47 und Hajart hat damals angekündigt, das Konzept im Frühjahr 2026 vorzustellen, der Umbau könnte nach Detailplanung und Gemeinderatsbeschluss ab Frühjahr 2028 starten.⁠48 Im Dezember 2025 hat der Gemeinderat einstimmig 100.000 Euro für Sitzmöbel, Pflanztröge und Bepflanzung in der Hauptstraße genehmigt,⁠49 und im Juni 2026 hat die Stadt als ersten Schritt drei temporäre Parklets vorgestellt, die „Urfahraner Kisterl“.⁠50

Hölzerne Pflanztröge und Sitzbänke stehen auf einer gelb markierten Fläche am Fahrbahnrand einer Straße mit Geschäften
Hauptstraße in Urfahr, Oktober 2026. Foto: Die Grünen Linz

Für das Kisterl an der Reindlstraße musste ausgerechnet ein Behindertenparkplatz weichen, und ich habe im Oktober 2026 von Verkehrsreferent Hajart verlangt, „dass er das sofort repariert und einen gleichwertigen Ersatz in unmittelbarer Nähe schafft“.⁠51 Für das Möblierungskonzept arbeitet die Stadtplanung laut ÖVP-Gemeinderätin Schütz an einem Gestaltungshandbuch für den öffentlichen Raum.⁠52 Das Fußgängerleitsystem aus dem Kulturhauptstadtjahr 2009 wurde nach 14 Jahren abgebaut, ein neues soll kurzfristig folgen,⁠53 mit 12 Stelen bis 2030.⁠20 Eine Beschilderung der Fußwege nach dem Vorbild „Legible London“ haben wir schon im September 2022 mit unserem Antrag „Let’s go“ verlangt, und SPÖ, ÖVP, FPÖ und MFG haben ihn damals mit ihrer Enthaltung abgelehnt.⁠54

Unterwegs mit Linz zu Fuß

Linz zu Fuß ist ein Verein, der den Fußverkehr fördert,⁠55 und er lädt zu GEHsprächen ein, geführten Spaziergängen durch und rund um Linz.⁠56 Im Juni 2022 war ich beim Fußverkehrs-Check von Linz zu Fuß im Franckviertel rund um den Bulgariplatz dabei, einem Projekt von Klimabündnis Oberösterreich und dem Unabhängigen LandesFreiwilligenzentrum,⁠57 und dieser Check steht heute im Quellenverzeichnis des Masterplans Gehen.⁠7

Im April 2024 hat eine Rollstuhlfahrerin bei einem GEHspräch rund um den St. Barbara-Friedhof gezeigt, wo es Barrieren gibt,⁠58 und in der Hamerlingstraße führen am Gehweg zwischen den Häusern 23 und 30 unvermittelt zwei Stufen nach unten.⁠59 Im Juli 2026 waren wir gemeinsam mit Christoph Etzlstorfer, dem Vizepräsidenten des Österreichischen Behindertensportverbands, und mit Linz zu Fuß in der Innenstadt unterwegs, um sie so zu erleben, wie sie ein Rollstuhlfahrer erlebt.⁠60

Christoph Etzlstorfer, Vizepräsident des Österreichischen Behindertensportverbands, fährt im Rollstuhl auf eine schmale Lücke zwischen einer Baustellenabsperrung aus Beton und einem parkenden Auto zu, neben ihm weitere Teilnehmende des Rundgangs
Linzer Innenstadt, Juli 2026. Foto: Die Grünen Linz

„Eine Stadt, die für Menschen im Rollstuhl gut funktioniert, ist auch besser für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen, Kinder und alle, die zu Fuß unterwegs sind.“⁠60

Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz, im Juli 2026

Im Oktober 2026 war ich beim GEHspräch von Linz zu Fuß im Franckviertel, wo es gemeinsam mit dem Stadtteilzentrum Franckviertel-Bulgariplatz darum ging, wo man sich hinsetzen kann und wo Sitzgelegenheiten fehlen.⁠61 „Eine Bank ist nicht bloß Stadtmöbel, sondern kann darüber entscheiden, wie selbstständig jemand im Viertel unterwegs sein kann“, habe ich danach geschrieben.⁠61 Mehr Sitzgelegenheiten rund um das Seniorenzentrum Liebigstraße im Franckviertel hatte Ahoi-Gemeinderat Clemens Brandstetter schon im Dezember 2025 verlangt,⁠62 und seinen Antrag für ein Pilotprojekt mit Sitzgelegenheiten bei Seniorenpflegeeinrichtungen hat der Gemeinderat einstimmig einem Ausschuss zugewiesen.⁠63

Eine ältere Frau geht mit einem Rollator einen schmalen Gehweg entlang einer hohen Hecke
Franckviertel, Oktober 2026. Foto: Die Grünen Linz

Ende Oktober 2026 habe ich mir auf Initiative von Gemeinderat Clemens Brandstetter (Ahoi Linz) und von Linz zu Fuß den Bahnhof Linz-Wegscheid angeschaut, und dort sind weder der Eingang noch die Zugänge zu den Bahnsteigen oder die Bahnsteige selbst barrierefrei.⁠64 „Eine schnelle Zugverbindung bringt wenig, wenn schon der Weg zum Zug zum Hindernis wird!“, habe ich danach geschrieben.⁠65 In der Liste der Schwachstellen des Masterplans steht zu den Gleisen bei Wegscheid, dass man sie erst bei der B1 queren kann, und das bedeutet einen Umweg von einem Kilometer.⁠66 Laut Masterplan häufen sich die erhobenen Schwachstellen in dicht besiedelten Stadtteilen wie Innere Stadt, Urfahr und Bulgariplatz,⁠67 gesammelt wurden sie unter anderem bei den Fußverkehrs-Checks im Franckviertel und in Kleinmünchen-Auwiesen und aus den Meldungen in „Schau auf Linz“.⁠69

Mit der Stadt arbeitet Linz zu Fuß inzwischen auch zusammen, im Juni 2026 haben Stadt, Radlobby Linz und Linz zu Fuß angekündigt, Sackgassen besser zu kennzeichnen, durch die man zu Fuß und mit dem Rad weiterkommt.⁠6869

Unsere Anträge für mehr Platz zum Gehen

2017 haben wir mit „Parkbank statt Parkplatz“ für den Andreas-Hofer-Park und mit einem Antrag für Parklets mehr Platz für Menschen statt für parkende Autos verlangt, und beide Anträge hat der Gemeinderat abgelehnt, weil sich SPÖ, FPÖ und NEOS beziehungsweise SPÖ, FPÖ und ÖVP enthalten haben.⁠70 2020 sind unsere Anträge für eine Begegnungszone in der Altenbergerstraße und für einen sicheren Schulweg an der Enthaltung von SPÖ und FPÖ gescheitert.⁠71 Im Mai 2021 haben wir beantragt, nach dem Kopenhagener Modell ein Konzept auszuarbeiten, mit dem die Parkplätze an der Oberfläche jedes Jahr um drei Prozent weniger werden, Berichterstatter war ich, und SPÖ, FPÖ und ÖVP haben sich enthalten.⁠72

In der Heindlstraße in Urfahr dürfen Autos mit Genehmigung der Stadt am Gehsteig parken, und ich habe im Februar 2024 verlangt, dass der Gehsteig nur mehr den Fußgänger:innen zur Verfügung steht.⁠73 Auf meine Anfrage, wo das in Linz sonst noch erlaubt ist,⁠74 hat Hajart im Mai 2024 nach einer internen Erhebung 25 Stellen aufgezählt, an denen man am Gehsteig parken kann, und eine auf einem Radweg, ohne Garantie auf Vollständigkeit und ohne Pläne, daran etwas zu ändern.⁠75 Unseren Antrag, die Erlaubnis in der Heindlstraße aufzuheben, hat der Gemeinderat im Juni 2024 abgelehnt, die ÖVP hat dagegen gestimmt, SPÖ, FPÖ und NEOS haben sich enthalten.⁠76 „Wir fordern: Gehsteig zurück an die Fußgänger:innen und weg mit den Parkplätzen“, habe ich am Tag der Sitzung geschrieben.⁠77

Durchgesetzt haben wir im Mai 2024 die oberirdischen Querungen am Hinsenkampplatz⁠46 und im März 2025 den Ausbau des Gehwegs an der B125 Prager Straße, der unterhalb des Kalkgruberwegs an manchen Stellen nur 70 bis 80 Zentimeter breit ist, und diesen Antrag, den ich eingebracht habe, hat der Gemeinderat einstimmig angenommen.⁠78 „Die Sicherheit für die Fußgänger:innen muss hier oberste Priorität haben“, habe ich dazu geschrieben.⁠79 An der Promenade hat die Stadt im Februar 2025 einen neuen Schutzweg errichtet, nachdem unter anderem wir Grüne, Ahoi Linz und die KPÖ eine Gehwegsperre bei der Baustelle der Sparkasse kritisiert hatten.⁠80 Als die FPÖ im Juli 2026 prüfen lassen wollte, ob Radfahren in der Fußgängerzone Landstraße erlaubt bleiben soll, habe ich gesagt, „dass ein Verbot keine Lösung ist“, und der Antrag wurde dem Mobilitätsausschuss zugewiesen.⁠81

Der Masterplan Parken lässt auf sich warten

Im Februar 2025 haben die NEOS beantragt, dass Mobilitätsstadtrat Hajart gemeinsam mit den Ressorts für Stadtplanung und Klimaschutz einen „Masterplan Parkplatz“ ausarbeitet,⁠82 der festlegt, wo Parkplätze kurz- und langfristig wegfallen, die Bürger:innen in den betroffenen Straßenzügen beteiligt und die geplanten Bewohnerparkzonen festschreibt.⁠83 Der Gemeinderat hat den Antrag einstimmig dem Ausschuss für Mobilität und Märkte zugewiesen.⁠84 Hajart hat dabei gesagt, er habe schon rund zwei Jahre davor per E-Mail ein gemeinsames Projekt für eine Parkstrategie vorgeschlagen, das aber nicht weitergekommen sei.⁠85 „Von daher sollte es nicht nur darum gehen, welche Parkplätze wegfallen und wann, sondern vor allem darum, was die alternative Nutzung dieser Flächen betrifft“, habe ich für uns gesagt.⁠86

Im April 2025 hat die Stadt angekündigt, unter der Leitung von Hajart an einem „Masterplan Parken“ zu arbeiten,⁠87 mit einem Sonderausschuss Anfang Mai,⁠88 der dann im Juni stattgefunden hat.⁠89 Am Magistrat hat eine Projektgruppe acht Handlungsfelder festgelegt,⁠90 und im Dezember 2025 hat der Stadtsenat eine externe Stelle beauftragt, erst einmal die Datengrundlage und die Methode für künftige Erhebungen abzuklären.⁠91 Hajart selbst hat es im April 2026 „völlig unbefriedigend“ genannt, dass es in Linz so wenig valide Daten zum Parken gibt und die vorhandenen Daten der Ressorts nicht zusammengeführt werden, und⁠92 eine Statistik über alle Dauerparkplätze in Linz gibt es nicht.⁠93 Laut Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) hat Linz 7.179 gebührenpflichtige Parkplätze, wie viele gebührenfreie es gibt, weiß die Stadt nicht.⁠94 Die Parkraumbewirtschaftung liegt außerdem bei Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber (SPÖ).⁠95

Ein digitales Parkleitsystem hat der Stadtsenat 2024 um veranschlagte 48.000 Euro als Konzept in Auftrag gegeben, umgesetzt werden sollte es 2025.⁠96 Im April 2026 war es laut Hajart fertig ausgearbeitet und hat auf die politische Freigabe gewartet.⁠97 Im Juli 2026 hat NEOS-Gemeinderat Georg Redlhammer kritisiert, dass über ein Jahr nach dem Antrag weder ein Arbeitsstand noch ein Zeitplan noch Ergebnisse vorliegen,⁠98 und Hajart hat keinen Termin genannt, wann der Masterplan Parken in den Gemeinderat kommt, das hänge auch von den anderen zuständigen Mitgliedern des Stadtsenats ab.⁠99 Für den Herbst 2026 hat er einen Bericht im Ausschuss angekündigt,⁠100 und laut OÖNachrichten liegt der Masterplan frühestens 2028 vor.⁠101

Im Mai 2026 hat die ÖVP mit Hajart einen eigenen Plan für eine Parkraumpolitik mit dem Ziel „mehr und leistbare Parkplätze“ vorgestellt.⁠102 Ich habe mehr Parkplätzen eine klare Absage erteilt, weil das dem Klimaneutralitätskonzept widerspricht, das den Anteil des Autoverkehrs bis 2040 von rund 42 auf 23 Prozent senken soll.⁠103 „Anstatt mehr Stellflächen zu schaffen, müssen die Vorhandenen, soweit möglich, prioritär den Bewohnern zur Verfügung stehen“, habe ich gesagt.⁠104 Das Mobilitätskonzept von 2021 hatte noch das Ziel, den öffentlichen Raum von parkenden Autos zu entlasten, zugunsten von Busspuren, Radwegen, breiteren Gehsteigen und Begrünung,⁠105 und Hajart hat im April 2026 gesagt, dass ihm dieses Ziel seines Vorgängers Markus Hein zu weit geht.⁠106 In der Bürger:innenbefragung der Stadt 2026 befürworten knapp zwei Drittel der Befragten mehr Flächen für sanfte Mobilität statt für Autos.⁠107 Wie viel Platz entsteht, wenn Parkplätze einmal anders genutzt werden, zeigen Linzer Initiativen am PARK(ing) Day, im September 2026 in der Hafnerstraße,⁠108 und ich habe von dort geschrieben: „Statt Blech gibt’s heute Platz zum Sitzen, Reden, Spielen und Begegnen.“⁠109

Helge Langer macht ein Selfie mit drei Besucher:innen des PARK(ing) Day in einer Altstadtgasse
Hafnerstraße, September 2026. Foto: Die Grünen Linz

Als LinzPlus im Dezember 2025 eine Quartiersgarage im Kaplanhofviertel beantragt hat, wollten wir den Antrag dem Mobilitätsausschuss zuweisen, weil Quartiersgaragen auf Basis der Bedarfsanalyse aus dem Masterplan Parken geplant werden sollen. Die Zuweisung ist gescheitert, und beim Antrag selbst haben wir uns enthalten.⁠110111 Im Oktober 2026 haben wir die Bebauungsplanänderung für das Projekt Froschberg 2.0 nicht mitgetragen, weil Hajart dort weiterhin kein Parkraummanagement vorgelegt hat.⁠112

Belege

Weitere Ereignisse Jahr für Jahr stehen in der Chronik.

  1. Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) bezeichnete den Masterplan Gehen am 9.11.2023 im Gemeinderat in einer Anfragebeantwortung an GR Matsche (FPÖ) als in Planung befindlich.

    Wortprotokoll 17. Sitzung des Gemeinderates Linz, 9.11.2023, 9. November 2023. Primärquelle. Zitat

  2. In der Pressekonferenz vom 9.1.2024 kündigte Hajart an, dass ein Stadtsenatsantrag für einen Masterplan Gehen vorbereitet wird, der auch Sitzgelegenheiten behandeln soll.

    Stadt Linz Medienservice: Informationsunterlage PK Vbgm. Hajart 'Schwerpunkte im Mobilitätsjahr 2024', 9.1.2024, 9. Jänner 2024. Primärquelle. Zitat

  3. Helge Langer schrieb im Jänner 2024 auf Instagram, in Graz sei der Masterplan Gehen beschlossen worden, und es sei Zeit, das auch in Linz anzugehen und die Bundesförderung „klimaaktiv mobil“ dafür abzuholen.

    Instagram @helgelanger, Story vom 22. Jänner 2024, 22. Jänner 2024. Grüne Quelle. Zitat

  4. Laut Stadt Linz wurde aufgrund eines Stadtsenatsbeschlusses im April 2024 das Büro Rosinak & Partner mit der Erstellung des Masterplans Gehen beauftragt; der Antrag ging auf Initiative von Mobilitätsreferent Hajart zurück.

    Stadt Linz Medienservice: Informationsunterlage PK Vbgm. Hajart 'Zwischenstand des Masterplans Gehen', 31.7.2024, 31. Juli 2024. Primärquelle. Zitat

  5. Laut OÖNachrichten fiel der Stadtsenatsbeschluss zur Auftragsvergabe für den Masterplan Gehen einstimmig; veranschlagt waren knapp 70.000 Euro, Auftragnehmerin Rosinak & Partner ZT GmbH.

    OÖNachrichten (Julia Popovsky): Linz bekommt einen Masterplan fürs Gehen, 16.4.2024, 16. April 2024. Medienbericht oder Studie. Zitat

  6. Der Masterplan Gehen nennt eine Fußverkehrsanalyse von Linz zu Fuß aus dem Jahr 2022 (Franckviertel-Bulgariplatz und Kleinmünchen-Auwiesen) als eine der Quellen für die Schwachstellenanalyse.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  7. Im Quellenverzeichnis des Masterplans Gehen ist ein Fußverkehrs-Check im Stadtteil Franckviertel-Bulgariplatz des Klimabündnis Oberösterreich, Linz 2022, angeführt.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  8. Im Quellenverzeichnis des Masterplans Gehen ist ein Fußverkehrs-Check im Stadtteil Kleinmünchen-Auwiesen des Klimabündnis Oberösterreich, Linz 2022, angeführt.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  9. Der Masterplan Gehen nennt auch eine VCÖ-Online-Erhebung zu Schwachstellen im Fußverkehr und Einträge im städtischen Meldesystem „Schau auf Linz“ als Quellen der Schwachstellenanalyse.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  10. In der Schwachstellenanalyse des Masterplans Gehen wurden insgesamt 274 Schwachstellen identifiziert.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  11. Für die erhobenen Schwachstellen legt der Masterplan 280 Umsetzungsmaßnahmen an konkreten Standorten fest.

    Stadt Linz: Masterplan Gehen (Projektseite), 28. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  12. Laut Masterplan gibt es in Linz ca. 480 km Gehsteige; etwa 22 % davon sind unter 2 m breit und entsprechen damit nicht den Richtlinienempfehlungen. Bei etwa 22 % aller Gehsteige gibt es keine valide Datenbasis zur Breite.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  13. Laut Masterplan stieg der Fußwegeanteil der Linzer Bevölkerung nach einem Rückgang von 28,6 % (1992) auf 21,9 % (2012) bis 2022 auf 25,7 %, während der Pkw-Anteil auf 42,1 % sank.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  14. Der Gemeinderat beschloss am 5. Juni 2025 den Masterplan Gehen als Grundsatzbeschluss (Berichterstatter Vizebürgermeister Hajart, ÖVP) mehrheitlich; die FPÖ (9 Stimmen) enthielt sich, alle anderen stimmten zu.

    Wortprotokoll 30. GR-Sitzung 5.6.2025, TOP H1 Masterplan Gehen, 5. Juni 2025. Primärquelle. Zitat

  15. Die FPÖ begründete ihre Enthaltung am 5.6.2025 mit Inhalten des Masterplans wie Beschränkung oberirdischer Parkplätze, Reduktion von Fahrbahnbreiten, Einbahnregelungen und punktuellen Fahrbahnverengungen.

    Wortprotokoll 30. Sitzung des Gemeinderates Linz, 5.6.2025, TOP H1, 5. Juni 2025. Primärquelle. Zitat

  16. Laut Beschlusstext vom 5.6.2025 sind die Inhalte des Masterplans bei künftigen Planungen nur zu berücksichtigen und keine Vorentscheidung; jede Umsetzung braucht einen eigenen Beschluss des zuständigen Organs und ist nur im Rahmen bereits beschlossener Budgetmittel möglich.

    Wortprotokoll 30. Sitzung des Gemeinderates Linz, 5.6.2025, TOP H1, 5. Juni 2025. Primärquelle. Zitat

  17. Der Masterplan teilt Maßnahmen in kurzfristige (Planungshorizont bis 3 Jahre) und mittel- bis langfristige (4 bis 10 Jahre) ein.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  18. Der Masterplan definiert vier allgemeine Ziele mit insgesamt zwölf Handlungsfeldern sowie Indikatoren bis 2040.

    Stadt Linz: Masterplan Gehen (Projektseite), 28. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  19. Der Grad der Zielerreichung des Masterplans soll im Abstand von fünf Jahren evaluiert werden.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  20. Indikatoren: Die Zahl der Volksschulen mit Schulwegplan soll von 6 (2024) auf 41 bis 2030 steigen, die der Stelen für ein Fußgänger*innen-Leitsystem von 0 auf 12 bis 2030 und 22 bis 2040.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  21. Indikator: Die Zahl der Schulen mit verkehrsberuhigtem Schulumfeld oder Schulstraße soll von 9 (2024) auf 12 bis 2030, 15 bis 2035 und 18 bis 2040 steigen.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  22. Indikatoren: Die Zahl der städtischen Trinkbrunnen soll von 90 (2024) auf 103 bis 2030 und 123 bis 2040 steigen, die der wegbegleitenden städtischen Bäume von 12.422 auf 12.750 bis 2030 und 13.250 bis 2040.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  23. Indikator: Der Anteil der aktiven Mobilität der Linzer Bevölkerung soll von 36,4 % (Stand 2022) auf 40 % bis 2030, 45 % bis 2035 und 50 % bis 2040 steigen.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  24. Indikator: Die Fläche von Fußgängerzonen, Wohnstraßen und Begegnungszonen soll von 96.070 m² (Ist 2024) auf 100.000 m² bis 2030, 105.000 m² bis 2035 und 110.000 m² bis 2040 steigen.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  25. Indikator: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fußgänger*innen soll von 152 (Statistik Austria, Stand 2023) auf 140 bis 2030, 130 bis 2035 und 110 bis 2040 sinken.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  26. Grünen-Klubobmann Helge Langer unterstützte den Masterplan am 5.6.2025, kritisierte aber, dass viele Maßnahmen auf die Bundesförderung klimaaktiv mobil ausgerichtet seien, deren Fortführung unklar sei, und dass kurzfristige, kostengünstige Maßnahmen zu kurz kämen.

    Wortprotokoll 30. Sitzung des Gemeinderates Linz, 5.6.2025, TOP H1, 5. Juni 2025. Primärquelle. Zitat

  27. Helge Langer (Grüne) unterstützte den Masterplan Gehen am 5. Juni 2025, warnte aber, dass viele Maßnahmen auf das Förderprogramm klimaaktiv mobil ausgerichtet seien, das in seiner alten Form de facto nicht mehr existiere, und forderte günstige, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen.

    Wortprotokoll 30. GR-Sitzung 5.6.2025, 5. Juni 2025. Primärquelle. Zitat

  28. Der Masterplan Gehen ist laut Dokument Voraussetzung für die Bundesförderung von Fußverkehrsmaßnahmen über die Förderschiene klimaaktiv mobil.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  29. Das Verkehrsministerium bezifferte die Budgetplanung für klimaaktiv mobil mit 95 Mio. Euro (2024), 77 Mio. Euro (2025) und 69,5 Mio. Euro (2026); eine Neuauflage der Förderinitiative 2026 wurde wegen Budgetkonsolidierung offen gelassen.

    Anfragebeantwortung 5461/AB XXVIII. GP, BM Peter Hanke, 7.7.2026 (zu 6069/J), 7. Juli 2026. Primärquelle. Zitat

  30. Die Unterseite 'Gehen' auf linz.at bezeichnet den Masterplan Gehen am 28.10.2026 weiterhin als in Erstellung, obwohl er seit Juni 2025 beschlossen ist.

    Stadt Linz: Gehen (Themenseite Mobilität), 28. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  31. Die sieben Leitprojekte sind: Hauptplatz/Domgasse/Klosterstraße, Hafenstraße/Gallanderstraße, Südliche Landstraße und Achse Martin-Luther-Platz, Hinsenkampplatz und Hauptstraße, Lonstorferplatz/Ebenhochstraße und Freytagstraße, ein Möblierungskonzept und ein Fußgängerleitsystem für die Innenstadt.

    Stadt Linz: Masterplan Gehen (Projektseite), 28. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  32. Leitprojekt 1: Der Gemeinderat vergab am 3.7.2025 Planungs- und Ausschreibungsleistungen für die Neugestaltung des Hauptplatzes (maximal 6 Mio. Euro); als Start der baulichen Umsetzung wurde Herbst 2026 genannt.

    Stadt Linz: 31. Gemeinderatssitzung am 3.7.2025, Tagesordnung und Abstimmungsergebnisse, 3. Juli 2025. Primärquelle. Zitat

  33. Die Stadt verschob im April 2026 den Baustart am Hauptplatz von Herbst 2026 auf Frühjahr 2027, weil die Abdichtung der Tiefgaragendecke saniert werden muss.

    Stadt Linz Medienservice: Hauptplatz-Umbau folgt erweitertem Zeitplan, 17.4.2026, 17. April 2026. Primärquelle. Zitat

  34. Am 5.10.2026 teilte die Stadt mit, dass auch der Baustart im April 2027 am Hauptplatz nicht gehalten werden kann, wegen offener rechtlicher und vertraglicher Fragen zur Tiefgarage; ein neuer Zeitplan steht nicht fest.

    Stadt Linz Medienservice: Neugestaltung Hauptplatz: Baustart verschiebt sich, 5.10.2026, 5. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  35. Der Gemeinderat lehnte am 10.12.2025 die bauliche Umgestaltung der Domgasse (Teil von Leitprojekt 1, Kostenrahmen 360.000 Euro, Gehsteigverbreiterungen und mehr Sitzplätze) ab, weil sich SPÖ (21), Grüne (10), FPÖ (9), KPÖ (2) und GR Brandstetter enthielten.

    Wortprotokoll 34. Sitzung des Gemeinderates Linz, 10.12.2025, TOP F2, 10. Dezember 2025. Primärquelle. Zitat

  36. Langer begründete die Enthaltung der Grünen zur Domgasse am 10.12.2025 damit, dass die Planung die Fahrbahn bestehen lasse statt einer niveaugleichen Fläche und die Ein- und Ausfahrten nicht verkehrsberuhige; die Grünen wollten das Provisorium behalten und neu planen.

    Wortprotokoll 34. Sitzung des Gemeinderates Linz, 10.12.2025, TOP F2, 10. Dezember 2025. Primärquelle. Zitat

  37. Helge Langer war im September 2026 beim Mobilitätsfest in der Linzer Domgasse und hat dort ausprobiert, wie der Straßenraum aus Kinderaugen aussieht.

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 19. September 2026, 19. September 2026. Grüne Quelle. Zitat

  38. Leitprojekt 2: Laut Masterplan ist der Gehsteig in der Hafenstraße nördlich der Gallanderstraße nur einen Meter breit; er soll verbreitert und der Schutzweg mit Ampel ausgestattet werden.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  39. Der Gemeinderat beschloss am 28.5.2026 einstimmig Umbau und Belagssanierung der Hafenstraße zwischen Am Winterhafen und Gallanderstraße samt Druckknopfampel mit Blindenakustik, mit einem Kostenrahmen von maximal 610.000 Euro.

    Stadt Linz: 39. Gemeinderatssitzung am 28.5.2026, Tagesordnung und Abstimmungsergebnisse, 28. Mai 2026. Primärquelle. Zitat

  40. GR Lorenz Potocnik (LinzPlus) sagte zum Hafenstraßen-Beschluss am 28.5.2026, der Gehweg sei nicht gesetzeskonform gewesen und die Lösung habe rund neun Jahre gedauert (seit Herbst 2017).

    Wortprotokoll 39. Sitzung des Gemeinderates Linz, 28.5.2026, TOP F1, 28. Mai 2026. Primärquelle. Zitat

  41. Leitprojekt 3: Die Neugestaltung von Martin-Luther-Platz und Johann-Konrad-Vogel-Straße (Umbau zur Begegnungszone) startete am 7.4.2026; die Kosten stiegen von rund 759.000 Euro auf rund 995.400 Euro.

    Stadt Linz Medienservice: Baustart für die Neugestaltung des Martin-Luther-Platzes, 19.3.2026, 19. März 2026. Primärquelle. Zitat

  42. Laut Stadt ging die Neugestaltung des Martin-Luther-Platzes im Oktober 2026 in die Finalphase: rund 1.000 m² werden entsiegelt, 20 Bäume gepflanzt, 7 Sitzbänke, 15 Sessel und ein Trinkbrunnen aufgestellt; die Johann-Konrad-Vogel-Straße wird Begegnungszone.

    Stadt Linz Medienservice: Martin-Luther-Platz erhält sein grünes Gesicht, 1.10.2026, 1. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  43. Laut Helge Langer (September 2026) wird die Johann-Konrad-Vogel-Straße zur Begegnungszone, und die neue Baumreihe aus Ulmen wird mit Mitteln aus dem Grünen Stadtgrünressort unterstützt.

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 6. September 2026, 6. September 2026. Grüne Quelle. Zitat

  44. Der LinzPlus-Antrag (Lorenz Potocnik), die Ampel an der Kreuzung Landstraße/Bürgerstraße/Langgasse zu entfernen und die Begegnungszone in der südlichen Landstraße fertigzugestalten, wurde am 2. Juli 2026 abgelehnt, weil sich SPÖ (21), ÖVP (10), FPÖ (8), NEOS (2) und GR Obermayr enthielten; die ÖVP begründete das mit der Blindenakustik der Ampel.

    Wortprotokoll 40. GR-Sitzung 2.7.2026, TOP N12, 2. Juli 2026. Primärquelle. Zitat

  45. Der Grüne Antrag „Hauptstraße Urfahr - Begegnungszone“ (GR Klaus Grininger) wurde am 3. März 2016 mit SPÖ-Abänderungs- und ÖVP-Zusatzantrag einstimmig dem Infrastrukturausschuss zugewiesen.

    5. Gemeinderatssitzung am 3.3.2016, Tagesordnung, TOP O9, 3. März 2016. Primärquelle. Zitat

  46. Der Grüne Antrag „Hinsenkampplatz: Oberirdische Querungsmöglichkeiten für Fuß- und Radverkehr schaffen“ (GR Markus Rabengruber) wurde am 23. Mai 2024 mehrstimmig angenommen; ÖVP und FPÖ enthielten sich.

    22. Gemeinderatssitzung am 23.5.2024, Tagesordnung, TOP P5, 23. Mai 2024. Primärquelle. Zitat

  47. An der ersten Informations- und Beteiligungsveranstaltung der Stadt Linz zur Neugestaltung der Hauptstraße in Urfahr (Leitprojekt des Masterplans Gehen) nahmen Anfang Juli 2025 rund 80 Interessierte teil.

    Hauptstraße Linz-Urfahr: Das wünschen sich die Anrainer, Tips, 10. Juli 2025. Medienbericht oder Studie. Zitat

  48. Laut Vizebürgermeister Hajart sollte das Konzept für die Hauptstraße im Frühjahr 2026 vorgestellt werden. Der Umbau könnte nach Detailplanung und Gemeinderatsbeschluss ab Frühjahr 2028 starten.

    Hauptstraße Linz-Urfahr: Das wünschen sich die Anrainer, Tips, 10. Juli 2025. Medienbericht oder Studie. Zitat

  49. Der Gemeinderat genehmigte am 10.12.2025 einstimmig 100.000 Euro für Sitzmobiliar, Pflanztröge und Bepflanzung für die Hauptstraße, finanziert per Kreditübertragung aus dem Straßenbau-Haushaltsprogramm Straßenraumgestaltung.

    Wortprotokoll 34. Sitzung des Gemeinderates Linz, 10.12.2025, TOP F3, 10. Dezember 2025. Primärquelle. Zitat

  50. Bei der zweiten Bürgerinformation zur Hauptstraße am 15.6.2026 präsentierte die Stadt Ideen zur schrittweisen Verkehrsberuhigung und als ersten Schritt drei temporäre Parklets ('Urfahraner Kisterl'), mit einer Pilotumsetzung 2026.

    Stadt Linz Medienservice: Urfahr diskutiert nächste Schritte für eine lebendige Hauptstraße, 16.6.2026, 16. Juni 2026. Primärquelle. Zitat

  51. Helge Langer kritisierte im Oktober 2026, dass für das „Urfahraner Kisterl“ an der Reindlstraße ein Behindertenparkplatz weichen musste, und erwartete von Verkehrsreferent Hajart, dass er das sofort repariert und einen gleichwertigen Ersatz in unmittelbarer Nähe schafft.

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 16. Oktober 2026, 16. Oktober 2026. Grüne Quelle. Zitat

  52. Zum Leitprojekt 6 (Möblierungskonzept) erklärte GRin Schütz (ÖVP) am 10.12.2025, ein Gestaltungshandbuch 'Öffentlicher Raum' der Stadtplanung sei in Ausarbeitung und decke die Möblierungsteile des Masterplans ab.

    Wortprotokoll 34. Sitzung des Gemeinderates Linz, 10.12.2025, TOP N11, 10. Dezember 2025. Primärquelle. Zitat

  53. Leitprojekt 7: Das zur Kulturhauptstadt 2009 errichtete Fußgängerleitsystem in der Innenstadt wurde nach 14 Jahren wegen Abnutzung und mangelnder Aktualität abgebaut; ein neues soll kurzfristig folgen.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  54. Der Grüne Antrag „Let’s go – Zufußgehen Schritt für Schritt stärker ins Bewusstsein rücken“ (Fußwege-Beschilderung nach dem Vorbild „Legible London“) wurde am 22. September 2022 bei Enthaltung von SPÖ (21), ÖVP (11), FPÖ (8) und MFG (2) abgelehnt.

    Wortprotokoll 9. GR-Sitzung 22.9.2022, TOP L5, 22. September 2022. Primärquelle. Zitat

  55. „Linz zu Fuß“ ist ein Verein zur Förderung des Fußverkehrs mit der ZVR-Zahl 1929160533.

    Impressum, linzzufuss.at, 28. Oktober 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  56. Linz zu Fuß beschreibt seine GEHspräche als geführte (Themen-)Spaziergänge durch und rund um Linz.

    GEHspräch mit GehCheck Teil 1: Innenstadt, linzzufuss.at, 28. Oktober 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  57. Helge Langer war am 2. Juni 2022 beim Fußverkehrs-Check von „Linz zu Fuß“ im Bereich Franckviertel-Bulgariplatz dabei, einem Projekt von Klimabündnis Oberösterreich und ULF (Unabhängiges LandesFreiwilligenzentrum).

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 2. Juni 2022, 2. Juni 2022. Grüne Quelle. Zitat

  58. Bei einem GEHspräch von Linz zu Fuß am 17. April 2024 rund um den St. Barbarafriedhof (Bulgariplatz) zeigte eine Rollstuhlfahrerin Barrieren auf. Tips berichtete von der Tour.

    Die ganz alltäglichen Hürden: mit dem Rollstuhl auf nicht barrierefreier Tour durch Linz, Tips, 17. April 2024. Medienbericht oder Studie. Zitat

  59. Beim Barrierefreiheits-Rundgang im April 2024 wurde unter anderem festgestellt, dass am Gehweg der Hamerlingstraße zwischen den Häusern 23 und 30 unvermittelt zwei Stufen nach unten führen.

    Die ganz alltäglichen Hürden: mit dem Rollstuhl auf nicht barrierefreier Tour durch Linz, Tips, 17. April 2024. Medienbericht oder Studie. Zitat

  60. Helge Langer war im Juli 2026 gemeinsam mit Christoph Etzlstorfer, Vizepräsident des Österreichischen Behindertensportverbands, und der Initiative Linz zu Fuß in der Linzer Innenstadt unterwegs, um sie aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers zu erleben. Er schrieb dazu: „Eine Stadt, die für Menschen im Rollstuhl gut funktioniert, ist auch besser für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen, Kinder und alle, die zu Fuß unterwegs sind.“

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 30. Juli 2026, 30. Juli 2026. Grüne Quelle. Zitat

  61. Helge Langer war am 7. Oktober 2026 beim GEHspräch von Linz zu Fuß im Franckviertel, bei dem es gemeinsam mit dem Stadtteilzentrum Franckviertel-Bulgariplatz darum ging, wo Sitzgelegenheiten vorhanden sind und wo sie fehlen. Er schrieb: „Eine Bank ist nicht bloß Stadtmöbel, sondern kann darüber entscheiden, wie selbstständig jemand im Viertel unterwegs sein kann.“

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 7. Oktober 2026, 7. Oktober 2026. Grüne Quelle. Zitat

  62. Ahoi-Gemeinderat Clemens Brandstetter kündigte im Dezember 2025, unterstützt von Linzplus, einen Gemeinderatsantrag für mehr Sitzgelegenheiten rund um das Seniorenzentrum Liebigstraße im Franckviertel an und berief sich auf den Masterplan Gehen.

    Gemeinderat Linz: Ahoi Linz fordert Mehr Sitzgelegenheiten für ältere Menschen im Franckviertel, MeinBezirk, 8. Dezember 2025. Medienbericht oder Studie. Zitat

  63. Ein Antrag von GR Clemens Brandstetter, gemäß Leitprojekt 6 des Masterplans ein Pilotprojekt für Sitzgelegenheiten im Umfeld von Seniorenpflegeeinrichtungen zu entwickeln, wurde am 10.12.2025 einstimmig dem Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung zugewiesen.

    Stadt Linz: 34. Gemeinderatssitzung am 10.12.2025, Tagesordnung und Abstimmungsergebnisse, 10. Dezember 2025. Primärquelle. Zitat

  64. Helge Langer hat sich im Oktober 2026 auf Initiative von Gemeinderat Clemens Brandstetter (Ahoi Linz) und der Initiative Linz zu Fuß den Bahnhof Linz-Wegscheid angeschaut. Laut Langer sind weder der Bahnhofseingang noch die Zugänge zu den Bahnsteigen oder die Bahnsteige selbst barrierefrei.

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 27. Oktober 2026, 27. Oktober 2026. Grüne Quelle. Zitat

  65. Helge Langer schrieb nach dem Besuch am Bahnhof Linz-Wegscheid im Oktober 2026: „Eine schnelle Zugverbindung bringt wenig, wenn schon der Weg zum Zug zum Hindernis wird!“

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 27. Oktober 2026, 27. Oktober 2026. Grüne Quelle. Zitat

  66. In der Liste der Schwachstellen und Maßnahmen des Masterplans Gehen (Anhang 13) steht unter Nr. 269 „Gleise Linz Wegscheid“ im Stadtteil Neue Heimat: Die nächste Querungsmöglichkeit der Gleise besteht erst bei der B1, wodurch ein Umweg von 1 km entsteht.

    Masterplan Gehen Linz, Anhang 13: Liste der Schwachstellen und Maßnahmen, Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  67. Laut Masterplan Gehen sind die erhobenen Schwachstellen ungleich über die Stadt verteilt und häufen sich in dicht besiedelten Stadtteilen wie Innere Stadt, Urfahr und Bulgariplatz.

    Masterplan Gehen Linz (ohne Anhang), Mai 2025, Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  68. Die Stadt Linz will laut MeinBezirk gemeinsam mit der Radlobby Linz und der Initiative „Linz zu Fuß“ für Fuß- und Radverkehr durchlässige Sackgassen besser kennzeichnen.

    Klare Kennzeichnungen: „Offene Sackgassen“ sollen Linz fahrrad- und fußgängerfreundlicher machen, MeinBezirk, 9. Juli 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  69. Im Juni 2026 unterstützte die Stadt gemeinsam mit Radlobby und der Initiative Linz zu Fuß die Kennzeichnung 'offener Sackgassen' für Fuß- und Radverkehr; die Radlobby hat über 80 solcher Sackgassen dokumentiert.

    Stadt Linz Medienservice: Kooperation von Stadt Linz, Radlobby Linz und der Initiative Linz zu Fuß um „Offene Sackgassen“ sichtbar zu machen, 22.6.2026, 22. Juni 2026. Primärquelle. Zitat

  70. Der Grüne Antrag „Andreas-Hofer-Park: Parkbank statt Parkplatz“ (GR Bernhard Seeber) wurde am 2. März 2017 bei Enthaltung von SPÖ, FPÖ und NEOS abgelehnt, ebenso der Grüne Parklet-Antrag (Enthaltung SPÖ, FPÖ, ÖVP).

    14. Gemeinderatssitzung am 2.3.2017, Tagesordnung, TOP J12 und J13, 2. März 2017. Primärquelle. Zitat

  71. Der Grüne Antrag „Verkehrsberuhigung Dornach / Auhof - Begegnungszone Altenbergerstraße“ (GR Klaus Grininger) wurde am 24. September 2020 bei Enthaltung von SPÖ und FPÖ abgelehnt; ebenso an diesem Tag der Grüne Antrag „Sicherer Schulweg“.

    44. Gemeinderatssitzung am 24.9.2020, Tagesordnung, TOP N12 und N13, 24. September 2020. Primärquelle. Zitat

  72. Am 27. Mai 2021 beantragten die Grünen (Berichterstatter Helge Langer), ein Konzept zur jährlichen Reduktion der Oberflächenparkplätze um je drei Prozent auszuarbeiten (Kopenhagener Modell); der Antrag wurde bei Enthaltung von SPÖ (19), FPÖ (15) und ÖVP (11) abgelehnt.

    Wortprotokoll 50. GR-Sitzung 27.5.2021, TOP N6, 27. Mai 2021. Primärquelle. Zitat

  73. Grünen-Klubobmann Helge Langer forderte im Februar 2024, dass der Gehsteig in der Heindlstraße in Urfahr, auf dem Autos mit Genehmigung der Stadt parken dürfen, ausschließlich Fußgängern zur Verfügung stehen soll.

    Schildbürgerstreich: In der Linzer Heindlstraße dürfen Autos am Gehsteig parken, Tips, 7. Februar 2024. Medienbericht oder Studie. Zitat

  74. Die Grünen kündigten für die Gemeinderatssitzung am 21. März 2024 eine Anfrage an Vizebürgermeister Hajart an. Sie wollten wissen, wie viele Stellen es in Linz gibt, an denen Autos legal auf Gehsteigen oder Radwegen parken.

    Gemeinderatssitzung: Grüne stellen Anfrage zur „Zweckentfremdung von Gehsteigen und Radwegen als Parkplatz“, Tips, 13. März 2024. Medienbericht oder Studie. Zitat

  75. Hajart listete am 23. Mai 2024 nach interner Erhebung 25 Stellen in Urfahr (6), Linz-Stadt (16) und Linz-Süd (3) auf, an denen Parken auf Gehsteigen möglich ist (z. B. Friedrichstraße, Händelstraße, Kapuzinerstraße, mehrere Ladezonen in der Wiener Straße), sowie eine Stelle auf einem Radweg in der Petzoldstraße; konkrete Pläne zur Änderung gebe es nicht. Eine Garantie auf Vollständigkeit gab er nicht ab.

    Wortprotokoll 22. GR-Sitzung 23.5.2024, 23. Mai 2024. Primärquelle. Zitat

  76. Der Grüne Antrag „Autos weg vom Gehsteig: Zweckentfremdung in der Heindlstraße beenden“ (Helge Langer), die Erlaubnis zum Gehsteigparken in der Heindlstraße aufzuheben, wurde am 27. Juni 2024 abgelehnt: ÖVP (10) dagegen, SPÖ (22), FPÖ (9) und NEOS (1) enthielten sich.

    Wortprotokoll 23. GR-Sitzung 27.6.2024, TOP I4, 27. Juni 2024. Primärquelle. Zitat

  77. Zur Gemeinderatssitzung am 27. Juni 2024 schrieb Helge Langer zum Grünen Antrag für die Heindlstraße: „Wir fordern: Gehsteig zurück an die Fußgänger:innen und weg mit den Parkplätzen.“

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 27. Juni 2024, 27. Juni 2024. Grüne Quelle. Zitat

  78. Der Grüne Antrag „Sicherer Schulweg: Ausbau des Gehwegs an der B125 Prager Straße“ (Helge Langer), der auf 70 bis 80 Zentimeter schmale Stellen unterhalb des Kalkgruberwegs abzielt, wurde am 13. März 2025 einstimmig angenommen.

    Wortprotokoll 28. GR-Sitzung 13.3.2025, TOP G3, 13. März 2025. Primärquelle. Zitat

  79. Helge Langer schrieb im März 2025, er habe wegen des 70 bis 80 Zentimeter breiten Gehwegs an der B125 in Urfahr einen Antrag im Gemeinderat eingebracht, und: „Die Sicherheit für die Fußgänger:innen muss hier oberste Priorität haben.“

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 12. März 2025, 12. März 2025. Grüne Quelle. Zitat

  80. Nach Kritik unter anderem von Grünen, Ahoi Linz und KPÖ an einer Gehwegsperre bei der Sparkassen-Baustelle an der Promenade wurde dort am 18. Februar 2025 ein neuer Schutzweg errichtet.

    Gefährliche Situation bei Baustelle entschärft: Zebrastreifen auf der Promenade errichtet, Tips, 18. Februar 2025. Medienbericht oder Studie. Zitat

  81. Ein FPÖ-Antrag vom 2. Juli 2026 zu prüfen, ob Radfahren in der Fußgängerzone Landstraße (v. a. Schmidtorstraße) weiter erlaubt bleiben soll, einschließlich Fahrverbot oder Schiebegebot, wurde dem Mobilitätsausschuss zugewiesen; KPÖ und GR Brandstetter enthielten sich. Helge Langer (Grüne) sagte, ein Verbot sei keine Lösung.

    Wortprotokoll 40. GR-Sitzung 2.7.2026, TOP N7, 2. Juli 2026. Primärquelle. Zitat

  82. Die NEOS stellten in der Gemeinderatssitzung vom 6. Februar 2025 den Antrag, Mobilitätsstadtrat Martin Hajart mit der Erarbeitung eines „Masterplan Parkplatz“ gemeinsam mit den Ressortverantwortlichen für Stadtplanung und Klimaschutz zu beauftragen.

    Protokoll der 27. Sitzung des Gemeinderates Linz am 6. Februar 2025, 6. Februar 2025. Primärquelle. Zitat

  83. Laut NEOS-Antrag vom 6. Februar 2025 sollte der „Masterplan Parkplatz“ festlegen, wo Parkplätze kurz- und langfristig wegfallen, einen Bürgerbeteiligungsprozess für betroffene Straßenzüge vorsehen und die geplanten Bewohnerparkzonen festschreiben.

    Protokoll der 27. Sitzung des Gemeinderates Linz am 6. Februar 2025, 6. Februar 2025. Primärquelle. Zitat

  84. Der Gemeinderat beschloss den NEOS-Antrag „Masterplan Parkplatz“ am 6. Februar 2025 nicht inhaltlich, sondern wies ihn einstimmig dem Ausschuss für Mobilität und Märkte zu.

    Protokoll der 27. Sitzung des Gemeinderates Linz am 6. Februar 2025, 6. Februar 2025. Primärquelle. Zitat

  85. In der Debatte am 6. Februar 2025 erklärte Vizebürgermeister Hajart, er habe rund zwei Jahre zuvor per E-Mail an den Stadtsenat und den damaligen Bürgermeister ein gemeinsames Projekt für eine Parkstrategie vorgeschlagen, das aber nicht weitergekommen sei.

    Protokoll der 27. Sitzung des Gemeinderates Linz am 6. Februar 2025, 6. Februar 2025. Primärquelle. Zitat

  86. Grünen-Klubobmann Helge Langer stimmte am 6. Februar 2025 der Zuweisung des NEOS-Antrags zu und forderte, ein solcher Masterplan müsse vor allem die alternative Nutzung der frei werdenden Flächen behandeln.

    Protokoll der 27. Sitzung des Gemeinderates Linz am 6. Februar 2025, 6. Februar 2025. Primärquelle. Zitat

  87. Die Stadt Linz kündigte am 1. April 2025 an, unter Leitung von Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) an einem „Masterplan Parken“ zu arbeiten.

    Stadt Linz Medienservice: Masterplan Parken: Stadt Linz arbeitet an fairer Lösung für knappen Raum, 1. April 2025. Primärquelle. Zitat

  88. Für Anfang Mai 2025 kündigte die Stadt Linz einen Sonderverkehrsausschuss zum Masterplan Parken an.

    Stadt Linz Medienservice: Masterplan Parken: Stadt Linz arbeitet an fairer Lösung für knappen Raum, 1. April 2025. Primärquelle. Zitat

  89. Laut Hajart fand die Sondersitzung des Mobilitätsausschusses zum Masterplan Parken im Juni 2025 statt (angekündigt war Anfang Mai 2025).

    Protokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  90. Laut Hajart wurde am Magistrat eine geschäftsbereichsübergreifende Projektgruppe eingerichtet, die auf Basis des Sonderausschusses acht Handlungsfelder definierte.

    Protokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  91. Im Dezember 2025 beauftragte der Stadtsenat laut Hajart eine*n externe*n Auftragnehmer*in mit einer ersten Abklärung sowie einer künftigen Datengrundlage und Erhebungsmethodik für ein Parkraummanagement.

    Protokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  92. Hajart erklärte im April 2026, es sei für ihn völlig unbefriedigend, dass es in Linz so wenig valide Daten zur Parkplatzthematik gebe und vorhandene Daten der Ressorts nicht zusammengeführt würden.

    Protokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  93. Laut Hajart gibt es keine Statistik über die gesamten Dauerparkplätze in Linz oder deren Verteilung auf die Stadtbezirke.

    Protokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  94. Die Zahl der gebührenpflichtigen Parkplätze in Linz beträgt laut Bürgermeister Prammer (Juli 2026) 7.179; die Zahl der gebührenfreien Parkplätze ist nicht bekannt.

    Protokoll der 40. Sitzung des Gemeinderates Linz am 2. Juli 2026, 2. Juli 2026. Primärquelle. Zitat

  95. Die Zuständigkeit für das Parken ist in Linz geteilt: Die Parkraumbewirtschaftung liegt bei Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber (SPÖ), nicht beim Mobilitätsreferenten Hajart.

    Protokoll der 40. Sitzung des Gemeinderates Linz am 2. Juli 2026, 2. Juli 2026. Primärquelle. Zitat

  96. Der Stadtsenat beschloss 2024 einstimmig, ein Konzept für ein digitales Parkleitsystem bei der Trafility GmbH um veranschlagte 48.000 Euro in Auftrag zu geben; die Umsetzung war für 2025 vorgesehen.

    Tips Linz: Weniger Parksuchverkehr: Linz bekommt ein digitales Parkleitsystem, 11. September 2024. Medienbericht oder Studie. Zitat

  97. Im April 2026 war das digitale Parkleit- und Veranstaltungsleitsystem laut Hajart fertig ausgearbeitet, aber nicht umgesetzt; es wartete auf die politische Freigabe.

    Protokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  98. NEOS-Gemeinderat Redlhammer kritisierte im Juli 2026, dass über ein Jahr nach dem Antrag weder ein nachvollziehbarer Arbeitsstand noch ein Zeitplan oder Ergebnisse zum Masterplan vorlägen.

    Protokoll der 40. Sitzung des Gemeinderates Linz am 2. Juli 2026, 2. Juli 2026. Primärquelle. Zitat

  99. In seiner Anfragebeantwortung vom 2. Juli 2026 nannte Hajart keinen Termin für die Vorlage des Masterplans Parken im Gemeinderat; dies hänge auch von den mitzuständigen Stadtsenatsmitgliedern ab.

    Protokoll der 40. Sitzung des Gemeinderates Linz am 2. Juli 2026, 2. Juli 2026. Primärquelle. Zitat

  100. Hajart kündigte am 2. Juli 2026 an, zum Masterplan Parken im Herbst 2026 entweder eine eigene Sondersitzung einzuberufen oder in einer regulären Ausschusssitzung zu berichten.

    Protokoll der 40. Sitzung des Gemeinderates Linz am 2. Juli 2026, 2. Juli 2026. Primärquelle. Zitat

  101. Laut OÖNachrichten vom 18. Mai 2026 wird der Masterplan Parken frühestens 2028 vorliegen.

    OÖNachrichten: Linzer ÖVP will mehr Parkplätze und autofahrende Kunden in der Innenstadt, 18. Mai 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  102. Mitte Mai 2026 präsentierte die Linzer ÖVP mit Vizebürgermeister Hajart einen Plan für eine Parkraumpolitik mit dem Ziel „mehr und leistbare Parkplätze“, unter anderem mit einem Stopp der Parkgebührenerhöhung, mehr Park-and-Ride und einem digitalen Parkleitsystem.

    Tips: Dauerthema Parken: Linzer VP präsentiert Plan für neue Parkraumpolitik, 18. Mai 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  103. Helge Langer (Grüne) lehnte laut Tips im Mai 2026 mehr Parkplätze ab und verwies auf das Klimaneutralitätskonzept, das den Anteil des motorisierten Individualverkehrs bis 2040 von rund 42 auf 23 Prozent senken soll.

    Tips: Dauerthema Parken: Linzer VP präsentiert Plan für neue Parkraumpolitik, 18. Mai 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  104. Grünen-Klubobmann Helge Langer lehnte im Mai 2026 mehr Parkplätze ab und forderte, vorhandene Stellflächen prioritär den Bewohner*innen zur Verfügung zu stellen; Hajart sei beim exklusiven Bewohnerparken säumig.

    OÖNachrichten: Linzer ÖVP will mehr Parkplätze und autofahrende Kunden in der Innenstadt, 18. Mai 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  105. Das Mobilitätskonzept 2021 nannte als Ziel die Entlastung des öffentlichen Raums von parkenden Kraftfahrzeugen zugunsten von Busspuren, Radwegen, breiteren Gehsteigen und Begrünung.

    Auf die Plätze, fertig, Linz. Mobilitätskonzept für die Stadt Linz (Magistrat Linz, 2021), 2021. Primärquelle. Zitat

  106. Hajart erklärte im April 2026, ihm gehe die Zielsetzung des Mobilitätskonzepts seines Vorgängers Markus Hein, den öffentlichen Raum von parkenden Fahrzeugen zu entlasten, zu weit.

    Protokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  107. In der städtischen Bürger*innenbefragung 2026 befürworten knapp zwei Drittel der Befragten mehr Flächen für sanfte Mobilität statt für Pkw; etwas mehr als ein Drittel ist zumindest eher dagegen.

    Stadt Linz, Bürger*innenbefragung 2026, 2026. Primärquelle. Zitat

  108. Am 18. September 2026 fand ein PARK(ing) Day in der Hafnerstraße statt, veranstaltet von Initiativen in den Begegnungszonen Hafnerstraße und Waltherstraße.

    PARK(ing) Day in der Hafnerstraße, linzzufuss.at, 28. Oktober 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  109. Helge Langer war am PARK(ing) Day im September 2026 in der Hafnerstraße und schrieb: „Statt Blech gibt’s heute Platz zum Sitzen, Reden, Spielen und Begegnen.“

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 18. September 2026, 18. September 2026. Grüne Quelle. Zitat

  110. Ein LinzPlus-Antrag für eine Quartiersgarage im Kaplanhofviertel wurde am 10. Dezember 2025 abgelehnt; die von den Grünen beantragte Zuweisung an den Mobilitätsausschuss scheiterte, und beim Antrag selbst enthielten sich die Grünen.

    Protokoll der 34. Sitzung des Gemeinderates Linz am 10. Dezember 2025, 10. Dezember 2025. Primärquelle. Zitat

  111. Langer verwies am 10. Dezember 2025 darauf, dass Quartiersgaragen auf Basis der Bedarfsanalyse des Masterplans Parken geplant werden sollten.

    Protokoll der 34. Sitzung des Gemeinderates Linz am 10. Dezember 2025, 10. Dezember 2025. Primärquelle. Zitat

  112. Die Grünen warfen Hajart am 7. Oktober 2026 vor, am Froschberg weiterhin kein Parkraummanagement vorgelegt zu haben, und trugen deshalb die Bebauungsplanänderung für das Nachverdichtungsprojekt Froschberg 2.0 nicht mit.

    Die Grünen Linz: Nachverdichtung Froschberg: Während geplante Tiefgaragen Bäumen und Grünräumen massiv schaden, bleibt Verkehrsreferent Parkraummanagement schuldig, 7. Oktober 2026. Grüne Quelle. Zitat