Linzer Stories

Elektromobilität in Linz

Elektroautos werden in Linz mehr, aber daheim laden kann nur, wer einen eigenen Stellplatz hat, die neuen E-Autos werden großteils auf Firmen zugelassen, und die Kaufförderung für Private ist ausgelaufen. Wer in Linz laden kann, wie man ohne eigenes Auto elektrisch fährt und was wir dazu sagen.

Von Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz. Stand: 29. Oktober 2026 · Chronik

Inhalt

Wer laden kann

Elektroautos werden in Linz mehr. 2025 waren 26,9 Prozent der neu zugelassenen Pkw in Linz Elektroautos, das waren 1.636 E-Autos und der zweithöchste Anteil aller Landeshauptstädte nach Salzburg.⁠1 Im September 2026 waren in Oberösterreich sogar 42,2 Prozent der neuen Pkw elektrisch, so viel wie noch nie in einem Bundesland in einem Monat.⁠2 Im Bestand ist der Anteil noch klein, Ende 2025 waren in Oberösterreich 51.343 Elektro-Pkw zugelassen, das sind rund 5,1 Prozent aller Pkw.⁠3

Laut Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) gab es im April 2026 im Linzer Stadtgebiet 686 öffentliche Ladepunkte, 379 davon hat die LINZ AG betrieben.⁠4 In ihrer Jahresbilanz für 2025 nennt die LINZ AG 1.086 eigene Ladepunkte in der Stadt, 375 davon öffentlich zugänglich,⁠5 und 2018 waren es erst 85 öffentliche.⁠6 An den Ladestationen der LINZ AG wurde 2025 rund 654.000 Mal geladen, mit etwa 7,6 Gigawattstunden Strom,⁠7 und die Zahl ihrer Ladekarten ist von 27.850 auf 30.530 gestiegen.⁠8

Wer eine Eigentumswohnung mit Stellplatz hat, dem hat der Gesetzgeber die eigene Wallbox leichter gemacht. Nach dem Wohnungseigentumsgesetz zählt bei einer Vorrichtung zum Langsamladen das Argument der anderen Eigentümer:innen nicht, es fehle an Verkehrsübung oder an einem wichtigen Interesse,⁠9 und wer ordnungsgemäß verständigt wurde und nicht binnen zwei Monaten widerspricht, gilt als einverstanden.⁠10 Für eine gemeinsame Ladeanlage in einer bestehenden Wohnanlage braucht es laut LINZ AG einen Mehrheitsbeschluss der Eigentümer:innen.⁠11 Einfach ist das Nachrüsten trotzdem nicht. Die Linz Strom GmbH hat schon 2018 festgehalten, dass fast alle Baubescheide von Bestandsgaragen das Laden von Elektrofahrzeugen verbieten,⁠12 und SPÖ-Gemeinderat Christian Stellnberger hat im April 2026 Ebelsberg als Stadtteil genannt, wo es schwierig ist, in Garagen Ladestationen zu montieren.⁠13

Für Wohnanlagen gibt es Förderungen. Das Land Oberösterreich zahlt für die Lade-Basisinfrastruktur in bestehenden Wohnanlagen mit mehr als drei Wohneinheiten die Hälfte der Kosten, höchstens 5.000 Euro, beantragen können das aber nur Eigentümer:innen und Eigentümergemeinschaften.⁠14 Die Stadt Linz gibt 30 Prozent dazu, höchstens 1.000 Euro, und hier können auch Mieter:innen einreichen.⁠1516 Diese Förderung für den mehrgeschossigen Wohnbau hat unsere Umweltstadträtin Eva Schobesberger eingeführt, gemeinsam mit der Förderung für E-Carsharing, einreichen kann man seit November 2022.⁠17 Im selben Monat haben die LINZ AG und die NEUE HEIMAT OÖ angekündigt, in den folgenden zwei Jahren rund 150 bestehende Tiefgaragen von Wohnanlagen nachzurüsten,⁠18 und 2023 hat die LINZ AG das Ziel genannt, bis 2028 mindestens 300 Wohnanlagen mit Lade-Basisinfrastruktur auszustatten.⁠19 Billig ist das nicht, die Basisinfrastruktur ihrer Wohnanlagenlösung kostet laut Preisblatt 7.454 Euro ohne Umsatzsteuer,⁠20 und die Wallbox selbst kostet zum Kauf 1.354 Euro und ab 1.348 Euro für die Installation.⁠21 Die Bundesförderung für Ladeinfrastruktur von Privaten ist vorzeitig beendet worden, weil das Budget ausgeschöpft war.⁠22

Wie viel das Laden kostet, hängt stark davon ab, wo man lädt. Mit einer Wallbox in der eigenen Garage zahlt man laut LINZ AG den Haushaltsstrompreis,⁠23 und mit ihrer Lösung für Wohnanlagen kostet die Kilowattstunde für LINZ AG-Stromkund:innen bis September 2027 22,0 statt 29,9 Cent.⁠24 An einer öffentlichen AC-Station der LINZ AG zahlt man ohne Ladekarte bis Ende Oktober 2026 69 Cent pro Kilowattstunde und ab 1. November 62 Cent,⁠2526 mit dem Vertragstarif ohne Grundgebühr 54 Cent.⁠27 In einer Kurzparkzone kommt die Parkgebühr dazu, sie gilt laut Stadt auch während des Ladens.⁠28 Die Arbeiterkammer hat 2023 ausgerechnet, dass 100 Kilometer mit Haushaltsstrom 4,62 Euro kosten und an öffentlichen Ladestationen im Schnitt 11,46 Euro.⁠29

  1. Haushaltsstrom daheim

    4,62 Euro

  2. Öffentliche Ladestationen, im Schnitt

    11,46 Euro

  3. Öffentlich mit Direct Payment

    12,17 Euro

Was eine Fahrt von 100 Kilometern mit dem E-Auto an Strom kostet, laut Preisanalyse der Arbeiterkammer vom August 2023.⁠29

Woher der Ladestrom kommt

Ein E-Auto ist so sauber wie der Strom, mit dem es fährt. Der Versorgermix von LINZ STROM hat 2025 zu 74,55 Prozent aus Erdgas bestanden, zu 9,47 Prozent aus Wasserkraft und zu 6,51 Prozent aus Windenergie, mit 268,90 Gramm CO2 pro Kilowattstunde.⁠30 Wer bei der LINZ AG das Produkt „Erneuerbarer Strom“ bezieht, hat 2025 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen bekommen.⁠31

Wer sich das leisten kann

Gekauft werden die neuen Elektroautos vor allem von Firmen. 2025 wurden in Österreich 70,4 Prozent der neuen E-Pkw auf Firmen, andere juristische Personen und Gebietskörperschaften zugelassen und 29,6 Prozent auf Private, auch wenn die privaten Neuzulassungen gegenüber 2024 um 71,5 Prozent gestiegen sind.⁠33 In Oberösterreich waren es 7.352 neue E-Pkw für Firmen und andere juristische Personen und 3.822 für Privatpersonen.⁠34

Die 11.174 Elektro-Pkw, die 2025 in Oberösterreich neu zugelassen wurden, ein Feld für rund 100 Autos.⁠34

Für Firmenautos gibt es einen steuerlichen Vorteil. Wer einen Elektro-Dienstwagen auch privat fährt, zahlt dafür bis Ende 2026 keinen Sachbezug, 2027 werden es 0,375 Prozent der Anschaffungskosten, höchstens 180 Euro im Monat, und ab 2028 0,625 Prozent.⁠35 2025 haben laut Finanzministerium 198.154 Beschäftigte einen Firmenwagen privat genutzt, und der VCÖ nennt die steuerliche Begünstigung ein Privileg, das vor allem Menschen mit hohem Einkommen nutzen.⁠36

Für Private ist die Kaufförderung dagegen ausgelaufen. 2024 gab es für ein privates E-Auto noch 3.000 Euro vom Bund und 2.000 Euro vom Fahrzeughandel,⁠37 laut ÖAMTC ist diese Förderung im ersten Quartal 2025 ausgelaufen,⁠38 und das Bundesprogramm für Private hat 2025 nur mehr E-Zweiräder und Ladeinfrastruktur gefördert.⁠39 Das Ministerium hat das damit begründet, dass die E-Pkw-Zulassungen auch ohne umfangreiche Zuschüsse hoch bleiben.⁠40 Eine Einkommensgrenze oder soziale Staffelung hatte die Bundesförderung für Private auch vorher nicht.⁠41

Laut ÖAMTC sind E-Autos meist teurer in der Anschaffung, aber billiger im Betrieb,⁠42 und je nachdem, ob man daheim mit Photovoltaik oder nur öffentlich lädt, können die Energiekosten um rund die Hälfte niedriger oder höher sein.⁠43 Viele Menschen haben gar kein Auto. In Linz haben laut Verkehrserhebung des Landes 21 Prozent der Haushalte keinen eigenen Pkw, oberösterreichweit sind es 7 Prozent.⁠44 Österreichweit leben 43 Prozent der Menschen mit niedrigem Einkommen in einem Haushalt ohne Auto, bei hohem Einkommen sind es 8 Prozent,⁠45 und wo es ein Auto gibt, ist das neueste bei Haushalten mit hohem Einkommen zu 23 Prozent ein Elektro-, Hybrid- oder anderes Fahrzeug, bei niedrigem Einkommen zu 5 Prozent.⁠46

Diese Schieflage haben wir Grüne früh gesehen. Eva Schobesberger hat schon 2016 im Gemeinderat gesagt: „Das heißt, ein Elektroauto macht im Moment nur dann Sinn, wenn gleichzeitig ein Garagenplatz vorhanden ist, wo das Auto aufgeladen werden kann.“ Deshalb sei es vor allem für sehr gut situierte Menschen eine Alternative, und deshalb gebe es keine städtische Förderung für private E-Pkw.⁠47 Die städtische Förderung von 1.000 Euro für E-Autos von Betrieben ist Ende 2021 ausgelaufen, das Geld sollte ab 2022 in öffentliche Ladestationen und E-Carsharing fließen.⁠4849

Elektrisch ohne eigenes Auto

Den größten Teil der Linzer E-Mobilität gibt es schon lange, und dafür braucht man kein eigenes Auto. Seit 1897 fährt in Linz eine elektrische Straßenbahn, damals auf drei Kilometern mit 18 km/h,⁠51 und der erste O-Bus ist am 15. Mai 1944 zwischen Hessenplatz und St. Martin gefahren.⁠52 2024 sind von 102,54 Millionen Fahrgästen der LINZ AG LINIEN 62,70 Millionen mit der Straßenbahn und 14,27 Millionen mit dem O-Bus gefahren,⁠53 das heißt, drei von vier Fahrgästen waren elektrisch unterwegs. Seit März 2019 besteht die O-Bus-Flotte aus 20 vollelektrischen Doppelgelenk-Obussen mit rund 180 Plätzen.⁠54

Seit 1. Juni 2026 fahren auf der Linie 26 zwischen St. Margarethen und dem Stadion vier vollelektrische Busse, die ersten batterieelektrischen Autobusse der LINZ AG LINIEN.⁠55 Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur haben knapp 3 Millionen Euro gekostet,⁠56 die Mehrkosten hat der Bund mit 1,36 Millionen Euro gefördert,⁠57 und die LINZ AG erwartet eine CO2-Einsparung von 215 Tonnen im Jahr.⁠58 Für die neue O-Buslinie 48 in den Osten fördert der Bund zwölf Doppelgelenk-Obusse mit 7,92 Millionen Euro,⁠59 und fahren soll sie ab Herbst 2027.⁠60 Im September 2026 habe ich mir die Bauarbeiten auf der ehemaligen Trasse der Verbindungsbahn angeschaut und geschrieben: „Wir Grüne haben uns lange für diese Verbindung eingesetzt.“⁠61

Ein neuer vollelektrischer Autobus der LINZ AG LINIEN mit der Aufschrift „Zukunft unterwegs. Der neue E-Bus.“ und der Zielanzeige „26 Stadion“ fährt eine von Bäumen gesäumte Straße entlang
E-Bus der Linie 26, 2026. Foto: LINZ AG/Breitenfellner, LINZ AG Presse

Wer nur manchmal ein Auto braucht, kann bei tim eines ausleihen, dem Carsharing der LINZ AG LINIEN. Im Mai 2025 hatte tim 13 Mobilitätsknoten und 50 Fahrzeuge, und zwei Drittel der Fahrten sind elektrisch.⁠62 In einer Umfrage der LINZ AG haben 2023 67 Prozent der tim-Kund:innen angegeben, seither deutlich weniger mit dem Auto unterwegs zu sein.⁠63 Private Initiativen, die sich gemeinsam ein E-Auto anschaffen, fördert die Stadt mit 1.000 Euro,⁠64 auch das ist ein Förderschwerpunkt aus dem Umweltressort von Eva Schobesberger.⁠17

Mehrere weiße Carsharing-Autos mit dem tim-Logo und Kennzeichen „L-TIM“ stehen am Abend auf reservierten Stellplätzen am Linzer Hauptplatz
tim-Standort am Hauptplatz, September 2023. Foto: Matti Blume, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Helge Langer steht lächelnd hinter einem roten Leih-Lastenrad von city bike Linz, daneben eine Stationstafel mit Stadtplan vor einer hellen Hausfassade
Domgasse, April 2025. Foto: Die Grünen Linz

Beim Leihradsystem city bike Linz gibt es 50 Verleihstationen, und die ersten 30 Minuten der ersten Ausleihe am Tag sind gratis.⁠65 Ein eigenes Lastenrad fördert die Stadt für Linzer:innen mit 30 Prozent der Kosten, höchstens 800 Euro und für ein E-Lastenrad höchstens 1.000 Euro.⁠66 Und die Jahreskarte kostet für Linzer:innen mit Hauptwohnsitz 285 Euro statt 630 Euro,⁠67 und das verdanken sie uns Grünen, denn die Umweltsubvention dafür hat Eva Schobesberger 2013 auf den Weg gebracht.⁠6869

Unser Antrag „Laden für alle“

Über das Laden in der Stadt wird in Linz seit Jahren gestritten. 2015 hat Umweltstadträtin Eva Schobesberger vorgeschlagen, mit Ladesystemen im öffentlichen Raum noch zuzuwarten, weil es kein einheitliches Ladesystem gab.⁠70 2016 hat sie im Gemeinderat auch daran erinnert: „Das zweite Problem, dass Elektroautos genauso viel Platz brauchen wie normale Autos, beseitigen wir auch nicht.“⁠71 Im Mai 2021 hat die ÖVP beantragt, die Stadt solle fehlende Ladeinfrastruktur für Bewohner:innen im öffentlichen Raum und mit Förderungen auf privaten Flächen ausbauen,⁠72 und der Antrag ist gescheitert, weil sich SPÖ, FPÖ und KPÖ-Gemeinderätin Grünn enthalten haben.⁠73

Im Juli 2021 hat Eva Schobesberger im Gemeinderat einen Sondertopf von 100.000 Euro für E-Mobilität beantragt und den Auftrag an das Umweltmanagement, gemeinsam mit der LINZ AG einen Masterplan zum Ausbau öffentlich zugänglicher E-Ladestationen zu entwickeln.⁠74 Der Gemeinderat hat das mit Mehrheit beschlossen, FPÖ und KPÖ-Gemeinderätin Grünn haben sich enthalten.⁠75 Damals gab es in Linz 327 öffentlich zugängliche Ladestecker, die meisten für E-Fahrräder, und im Umfeld großer Wohnanlagen waren geeignete Lademöglichkeiten selten.⁠76 Die Stadt hat damals auch festgehalten, dass mehr Ladeinfrastruktur das Grundsatzproblem des ruhenden Verkehrs nicht löst, der große Flächen des öffentlichen Gutes beansprucht.⁠77

Am 23. April 2026 habe ich im Gemeinderat unseren Antrag und unsere Resolution Laden für alle berichtet.⁠78 Vizebürgermeister Hajart sollte mit den Dienststellen des Magistrats bis spätestens Ende 2026 ein Konzept für den systematischen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ausarbeiten,⁠79 mit AC-Ladepunkten im Straßenraum vor allem in dicht bebauten Wohngebieten ohne private Stellplätze.⁠80 In einem ersten Schritt sollten 100 zusätzliche AC-Ladepunkte an besonders geeigneten Standorten entstehen.⁠81 Zu prüfen waren Laternenladepunkte oder Ladepunkte an bestehender Straßeninfrastruktur, und die Stadt sollte Förderprogramme von Bund und EU aktiv nutzen.⁠82 Dazu wollten wir ein attraktives und leistbares Tarifmodell,⁠50 und die LINZ AG sollte am Konzept mitwirken.⁠83 Über „eMove Austria“ stehen bis Ende 2026 rund 480 Millionen Euro an Fördermitteln bereit, und diese Programme sind an Fristen gebunden, habe ich in der Begründung gesagt.⁠84

Hajart hat die Zuweisung in den Mobilitätsausschuss beantragt und die 686 öffentlichen Ladepunkte genannt.⁠85 Gegen das Laden an Straßenlaternen hat er angeführt, dass die öffentliche Beleuchtung eine sehr geringe Ladeleistung hat und nur in der Nacht eingeschaltet ist,⁠8687 und dass die Masten meist auf der von der Fahrbahn abgewandten Seite des Gehsteigs stehen, sodass Ladekabel quer über den Gehsteig liegen würden.⁠88 Grundsätzlich sei der Ausbau „eine marktwirtschaftliche Angelegenheit, die sich entsprechend auf dem Markt zu regeln hat und nicht durch die öffentliche Hand. Zumindest, wenn es nach uns geht“.⁠89 Die richtige Adresse für das Laden sei der Masterplan Parken,⁠90 und für diesen Masterplan konnte Hajart im Juli 2026 keinen Termin nennen.⁠91

KPÖ-Gemeinderat Michael Roth-Schmida hat gesagt: „Für uns besteht ein grundlegender Widerspruch zwischen Ladestrom für alle im Sinne einer privaten E-Mobilität und einer echten Mobilitätswende.“ Die KPÖ hätte sich beim Antrag enthalten, verschließe sich aber nicht der Diskussion im Ausschuss.⁠92 Nachvollziehbar sei, dass Laden nicht nur ein Privileg für jene sein soll, die ein Eigenheim besitzen.⁠93 Für die SPÖ hat Christian Stellnberger gesagt: „auch wir als SPÖ begrüßen den Ausbau der Ladeinfrastruktur, weil er wichtig ist.“⁠94 Am Ende hat der Gemeinderat den Antrag einstimmig dem Ausschuss für Mobilität und Märkte zugewiesen, über den Inhalt wurde nicht abgestimmt,⁠95 und Vorsitzender dieses Ausschusses ist Hajart.⁠96

In meinem Schlusswort habe ich gesagt, dass wir uns nicht auf Laternenlader versteifen und dass es da technische Herausforderungen geben kann, und vorgeschlagen, sich auf Langsamlader zu konzentrieren, die sich in Wohngebieten ohne Ladeinfrastruktur günstig installieren lassen.⁠97 „Was den Betrieb betrifft, eignet sich das sehr stark für eine Ausschreibung. Das kann durchaus von Privaten übernommen werden“, habe ich zu Hajarts Einwand gesagt, und dass durch Ladeinfrastruktur kein Parkplatz verloren geht.⁠98

„Die Elektromobilität ist ein kleiner Teil davon. […] Der Kern ist, dass man aktive und sanfte Mobilität priorisiert.“⁠99

Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz, im Gemeinderat im April 2026

Belege

Weitere Ereignisse Jahr für Jahr stehen in der Chronik.

  1. Im Jahr 2025 waren in der Stadt Linz 26,9 Prozent der neu zugelassenen Pkw Elektroautos (1.636 E-Pkw); Linz lag damit im Landeshauptstadt-Vergleich hinter der Stadt Salzburg (27,2 Prozent) auf Platz zwei.

    VCÖ: Wien-Mariahilf ist Österreichs erster Bezirk mit mehr als 50 Prozent E-Pkw-Anteil bei Neuwagen, 16. Jänner 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  2. Im September 2026 waren in Oberösterreich 42,2 Prozent der neu zugelassenen Pkw Elektroautos, der höchste je in einem Bundesland gemessene Monatswert; der VCÖ führt den Schub auch auf die Dieselkrise zurück.

    VCÖ: Oberösterreich erreichte im September mit 42 Prozent neuen Bundesland-Rekordwert, 14. Oktober 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  3. In Oberösterreich waren Ende 2025 51.343 Elektro-Pkw zugelassen, bei insgesamt 1.000.719 Pkw (rund 5,1 Prozent); österreichweit 257.717 E-Pkw bzw. 4,9 Prozent des Pkw-Bestands.

    Statistik Austria: Kfz-Bestand am 31.12.2025 nach Bundesland und Kraftstoffart, Februar 2026. Primärquelle. Zitat

  4. Laut Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP, Mobilitätsreferent) gab es im Gemeinderat am 23. April 2026 im Linzer Stadtgebiet 686 öffentliche Ladepunkte, von denen 379 die LINZ AG betrieb.

    Wortprotokoll 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, TOP H 14, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  5. Laut E-Mobilitäts-Jahresbilanz 2025 der LINZ AG waren in der Stadt Linz 1.086 LINZ AG-Ladepunkte aktiv, davon 375 öffentlich zugänglich.

    MeinBezirk: „Äußerst erfolgreich“: LINZ AG zufrieden mit E-Mobilitäts-Jahresbilanz für 2025, 21. Jänner 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  6. Im November 2018 betrieb die LINZ AG 85 öffentliche E-Ladepunkte im Linzer Stadtgebiet.

    LINZ AG Pressekonferenz E-Mobilität, 22. November 2018, 22. November 2018. Primärquelle. Zitat

  7. An den LINZ AG-Ladestationen wurden 2025 rund 654.000 Ladevorgänge verzeichnet und etwa 7,6 GWh Strom abgegeben.

    MeinBezirk: LINZ AG zufrieden mit E-Mobilitäts-Jahresbilanz für 2025, 21. Jänner 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  8. Die Zahl der ausgegebenen LINZ AG-Ladekarten stieg von 27.850 (2024) auf 30.530 (2025).

    MeinBezirk: LINZ AG zufrieden mit E-Mobilitäts-Jahresbilanz für 2025, 21. Jänner 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  9. Nach § 16 Abs. 2 Z 2 WEG 2002 darf die Zustimmung zur Anbringung einer Vorrichtung zum Langsamladen eines Elektrofahrzeugs durch einzelne Wohnungseigentümer*innen nicht mit dem Argument verweigert werden, es fehle an Verkehrsübung oder wichtigem Interesse.

    Wohnungseigentumsgesetz 2002 § 16, tagesaktuelle Fassung (RIS), 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  10. Nach § 16 Abs. 5 WEG 2002 gilt die Zustimmung eines Wohnungseigentümers zu einer Langsamladevorrichtung als erteilt, wenn er ordnungsgemäß verständigt wurde und nicht binnen zwei Monaten widerspricht.

    Wohnungseigentumsgesetz 2002 § 16, tagesaktuelle Fassung (RIS), 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  11. Für die Nachrüstung einer gemeinsamen Ladeinfrastruktur in einer bestehenden Wohnanlage mit Eigentümergemeinschaft ist laut LINZ AG ein Mehrheitsbeschluss der Eigentümer*innen nötig.

    LINZ AG: WallBOX CitySolution, die Ladelösung für Wohnanlagen, 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  12. Die Linz Strom GmbH stellte 2018 gegenüber dem Land OÖ fest, dass im verdichteten Wohnbau eine nachträgliche Ladeinfrastruktur nicht ohne weiteres möglich und finanziell eine Herausforderung sei und dass fast alle Baubescheide von Bestandsgaragen das Laden von Elektrofahrzeugen verbieten.

    Linz Strom GmbH: Stellungnahme zum Programm nach § 9a (6) IG-L (2018), 14. Dezember 2018. Primärquelle. Zitat

  13. Stellnberger (SPÖ) berichtete, in der voestalpine fragten immer mehr Kolleginnen und Kollegen nach Ladekarten, und nannte Stadtteile wie Ebelsberg, wo es schwierig sei, in Garagen Ladestationen zu montieren.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  14. Das Land Oberösterreich fördert die Lade-Basisinfrastruktur in Bestandswohnanlagen mit mehr als drei Wohneinheiten mit 50 % der Netto-Anschaffungskosten, höchstens 5.000 Euro; Anlagen in Neubauten werden nicht mehr gefördert, antragsberechtigt sind Eigentümer*innen und Eigentümergemeinschaften.

    Land Oberösterreich: Ladeinfrastruktur für den mehrgeschossigen Wohnbau, 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  15. Die Stadt Linz fördert Lade-Basisinfrastruktur in bestehenden mehrgeschossigen Wohnbauten mit 30 % der Investitionskosten, höchstens aber 1.000 Euro; Mieter*innen brauchen nur einen Standort in Linz, Eigentümer*innen zusätzlich eine Förderzusage des Landes OÖ.

    Stadt Linz: Erläuterungen für die Förderung zur Ladeinfrastruktur für den mehrgeschossigen Wohnbau. Primärquelle. Zitat

  16. Die Stadt Linz fördert die nachträgliche Basis-Ladeinfrastruktur in Wohnanlagen mit mehr als drei Wohneinheiten mit maximal 1.000 Euro; antragsberechtigt sind auch Mieter:innen und Mietergemeinschaften, Wallboxen selbst werden nicht gefördert, alle Förderungen zusammen sind mit 50 Prozent der Kosten begrenzt.

    Stadt Linz Serviceguide: Ladeinfrastruktur für den mehrgeschossigen Wohnbau, abgerufen 2026-10-29. Primärquelle. Zitat

  17. Die Förderung von E-Carsharing für private Initiativen und von Ladeinfrastruktur im mehrgeschossigen Wohnbau sind neue Förderschwerpunkte des Linzer Umweltressorts (Stadträtin Eva Schobesberger, Grüne), einreichbar seit 15. November 2022; für 2023 standen insgesamt 275.000 Euro an Umweltförderungen zur Verfügung.

    Tips Linz: Die neuen Förderschwerpunkte des Linzer Umweltressorts, 15. November 2022. Medienbericht oder Studie. Zitat

  18. NEUE HEIMAT OÖ und LINZ AG gaben am 14. November 2022 ihre Kooperation bekannt: In den folgenden zwei Jahren sollen rund 150 bestehende Tiefgaragen von Wohnanlagen mit der E-Lade-Gesamtlösung „WallBOX CitySolution“ nachgerüstet werden.

    LINZ AG Pressekonferenz: E-Mobilität zieht ein (14. November 2022), 14. November 2022. Primärquelle. Zitat

  19. Die LINZ AG nannte im März 2023 das Ziel, bis 2028 mindestens 300 Wohnanlagen mit Lade-Basisinfrastruktur auszustatten.

    LINZ AG Pressekonferenz 'E-mobil in die Zukunft', 9. März 2023, 9. März 2023. Primärquelle. Zitat

  20. Die Basisinfrastruktur der WallBOX CitySolution (E-Mobilitätsverteiler-Erstausstattung) kostet laut LINZ AG-Preisblatt 7.454 EUR exkl. USt, die Projektierung einer Nachrüstung 550 EUR und eine Informationsveranstaltung für eine Eigentümergemeinschaft 300 EUR; die E-Installation ist projektabhängig.

    LINZ AG Preisblatt WallBOX CitySolution für Wohnanlagen (03/2025), März 2025. Primärquelle. Zitat

  21. Für die WallBOX CitySolution 'BUY' verlangt die LINZ AG 1.354 EUR Kaufpreis, ab 1.348 EUR Installationskosten und 9,80 EUR Betriebsführung pro Monat; die Mietvariante 'RENT' kostet 24,90 EUR pro Monat plus einen Installationskostenanteil ab 900 EUR.

    LINZ AG Tarifblatt WallBOX CitySolution (06/2025), Juni 2025. Primärquelle. Zitat

  22. Die Bundesförderung 'E-Ladeinfrastruktur für Private 2025' (Säule eRide von eMove Austria) wurde wegen ausgeschöpften Budgets vorzeitig beendet; neue Registrierungen sind nicht mehr möglich.

    Umweltförderung (KPC): E-Ladeinfrastruktur für Private 2025 - eRide, 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  23. Laut LINZ AG unterscheidet sich der kWh-Preis bei Gemeinschaftslösungen in Garagenanlagen (Miet- oder Eigentumsanlagen) vom Haushaltsstrompreis, während er bei einer Wallbox in der Einzelgarage oder beim Carport dem Haushaltsstrompreis entspricht.

    LINZ AG: E-Mobilitäts FAQs, 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  24. Mit der LINZ AG-Wohnanlagenlösung 'WallBOX CitySolution' kostet Laden am eigenen Tiefgaragenplatz für LINZ AG-Stromkund*innen im Aktionszeitraum 1. Juli 2025 bis 30. September 2027 22,0 Cent/kWh statt 29,9 Cent/kWh.

    LINZ AG Tarifblatt WallBOX CitySolution, Ladetarife für zuhause und unterwegs (06/2025), Juni 2025. Primärquelle. Zitat

  25. Ohne LINZ AG-Ladekarte (Direktbezahlen per Kreditkarte, ad hoc) kostet Laden an LINZ AG-Stationen bis 31. Oktober 2026 0,69 EUR/kWh (AC bis 22 kW), 0,79 EUR/kWh (DC bis 200 kW) und 0,89 EUR/kWh (DC+).

    LINZ AG: Direktbezahlen mit Kreditkarte an LINZ AG-Ladestellen, 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  26. Ab 1. November 2026 senkt die LINZ AG die Ad-hoc-Preise auf 0,62 EUR/kWh (AC bis 22 kW) und 0,72 EUR/kWh (DC bis 200 kW); DC+ bleibt bei 0,89 EUR/kWh.

    LINZ AG: Direktbezahlen mit Kreditkarte an LINZ AG-Ladestellen, 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  27. Der LINZ AG-Vertragstarif 'StromMOBIL EASY POWER' kostet ohne Grundgebühr 0,54 EUR/kWh an AC-Ladepunkten, 0,64 EUR/kWh an DC bis 200 kW und 0,89 EUR/kWh an DC+ ab 201 kW (inkl. 20 % USt).

    LINZ AG Tarifblatt 'Ladetarife für unterwegs mit Ihrer LINZ AG-Ladekarte' (02/2025), Februar 2025. Primärquelle. Zitat

  28. Parkgebühren sind im Ladeentgelt der LINZ AG nicht enthalten, und laut Stadt Linz gilt die Parkgebührenpflicht nach der Rechtsprechung auch während des Aufladens eines E-Autos in einem dafür eingerichteten Halteverbot.

    Stadt Linz Serviceguide: Parkgebühr, 28. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  29. Laut Arbeiterkammer-Analyse (August 2023) kostete eine 100-km-Fahrt mit Haushaltsstrom 4,62 Euro, beim Laden ausschließlich an öffentlichen Stationen im Schnitt 11,46 Euro und per Direct Payment 12,17 Euro.

    AK Wien: E-Mobilität 2023 – Update zur Markt- und Preisanalyse für das Laden an öffentlichen Ladestationen (25.08.2023), 25. August 2023. Medienbericht oder Studie. Zitat

  30. Der Versorgermix der LINZ STROM Vertrieb bestand 2025 zu 74,55 % aus Erdgas, 9,47 % Wasserkraft, 6,51 % Windenergie, 4,38 % fester Biomasse und 1,35 % Photovoltaik; die CO2-Emissionen lagen bei 268,90 g/kWh.

    LINZ STROM Vertrieb, Stromkennzeichnung 2025, Produktinformation Restlicher Mix, September 2026. Primärquelle. Zitat

  31. Das LINZ-STROM-Produkt „Erneuerbarer Strom“ stammte 2025 zu 100 % aus erneuerbaren Quellen (41,32 % Wasserkraft, 29,44 % Wind, 21,03 % Biomasse, 6,12 % Photovoltaik, 2,09 % erneuerbares Gas) mit 0,00 g CO2/kWh.

    LINZ STROM Vertrieb, Stromkennzeichnung 2025, Produktinformation Erneuerbarer Strom, September 2026. Primärquelle. Zitat

  32. Langer bezeichnete fehlende Lademöglichkeiten in dicht bebauten Wohngebieten für Menschen in Mehrfamilienhäusern ohne eigene Garage als umweltpolitische und soziale Frage.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  33. 2025 wurden in Österreich 70,4 Prozent der neu zugelassenen Elektro-Pkw auf juristische Personen, Firmen und Gebietskörperschaften zugelassen und 29,6 Prozent auf Private; die privaten E-Pkw-Neuzulassungen stiegen gegenüber 2024 um 71,5 Prozent.

    Statistik Austria Pressemitteilung: 2025 so viele Pkw-Neuzulassungen wie seit 2019 nicht mehr, 14. Jänner 2026. Primärquelle. Zitat

  34. In Oberösterreich wurden 2025 11.174 Elektro-Pkw neu zugelassen, davon 7.352 auf Firmen und andere juristische Personen und 3.822 auf Privatpersonen (+88,8 Prozent gegenüber 2024).

    Statistik Austria: Tabellen zur Pressekonferenz am 14. Jänner 2026 (Pressemappe Kfz 2025), 14. Jänner 2026. Primärquelle. Zitat

  35. Die vollständige Sachbezugsbefreiung für privat genutzte Elektro-Dienstwagen endet mit 31.12.2026; 2027 gilt ein Sachbezug von 0,375 Prozent der Anschaffungskosten (maximal 180 Euro monatlich), ab 2028 0,625 Prozent (maximal 300 Euro).

    WKO: Sachbezug Elektro-Dienstwagen ab 2027, abgerufen 2026-10-29. Medienbericht oder Studie. Zitat

  36. 2025 nutzten laut Finanzministerium 198.154 unselbständig Erwerbstätige einen Firmenwagen privat, fast doppelt so viele wie 2014; der VCÖ nennt die steuerliche Begünstigung ein Privileg, das vor allem Personen mit hohem Einkommen nutzt.

    VCÖ: Einseitige Erhöhung des Sachbezugs bei Elektro-Firmenwagen ist kontraproduktiv, 5. Juni 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  37. Im Bundesprogramm 2024 gab es noch eine Kaufförderung für private E-Pkw: 3.000 Euro Bundesförderung plus 2.000 Euro E-Mobilitätsbonus des Fahrzeughandels; Wallboxen wurden mit 600 Euro (Mehrparteienhaus 900 bzw. 1.800 Euro) gefördert.

    Leitfaden E-Mobilität für Private 2024, 2024. Primärquelle. Zitat

  38. Laut ÖAMTC lief die Bundesförderung beim Kauf privater Elektroautos im ersten Quartal 2025 aus.

    ÖAMTC auto touring: 480 Millionen für E-Mobilität, 1. Juli 2025. Medienbericht oder Studie. Zitat

  39. Das Bundesprogramm „E-Mobilität für Private 2025“ förderte keine E-Pkw mehr, sondern nur E-Zweiräder (E-Mopeds, E-Motorräder) und Ladeinfrastruktur; der Schwerpunkt wurde ausdrücklich auf einspurige Fahrzeuge gelegt.

    Leitfaden E-Mobilität für Private, Jahresprogramm 2025 (Klima- und Energiefonds), Oktober 2025. Primärquelle. Zitat

  40. Das Ministerium begründete den Verzicht auf neue Kaufzuschüsse damit, dass die E-Pkw-Zulassungen auch ohne umfangreiche Zuschüsse auf hohem Niveau bleiben.

    FFG Presse: eMove Austria – Bundesminister Hanke präsentiert Programm, 1. Juli 2025. Primärquelle. Zitat

  41. Die Bundesförderung für Private war auf 50 Prozent der Anschaffungskosten begrenzt und konnte nur von Privatpersonen beantragt werden; eine Einkommensgrenze oder soziale Staffelung sieht der Leitfaden 2025 nicht vor.

    Leitfaden E-Mobilität für Private, Jahresprogramm 2025, Oktober 2025. Primärquelle. Zitat

  42. Laut ÖAMTC-Gesamtkostenvergleich (TCO über fünf Jahre) sind E-Autos meist teurer in der Anschaffung, haben aber niedrigere laufende Kosten; ist der Kaufpreis gleich oder niedriger als beim Verbrenner, sind die Gesamtkosten des E-Autos so gut wie immer niedriger.

    ÖAMTC: E-Auto vs. Verbrenner, 21. April 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  43. Laut ÖAMTC können Fahrweise und Lademöglichkeit (von Laden zu Hause mit Photovoltaik bis nur öffentliches AC- oder DC-Laden) die Energiekosten eines E-Autos um rund 50 Prozent verringern oder erhöhen.

    ÖAMTC: E-Auto vs. Verbrenner, 21. April 2026. Medienbericht oder Studie. Zitat

  44. Laut Oö. Verkehrserhebung 2022 besitzen in Linz 21 Prozent der Haushalte keinen eigenen Pkw und 59 Prozent nur einen; oberösterreichweit sind es 7 Prozent ohne Pkw, im Bezirk Perg nur 4 Prozent.

    Verkehrserhebung Oberösterreich 2022 – Ergebnisbericht (Land OÖ, Oktober 2023), Oktober 2023. Primärquelle. Zitat

  45. Laut EU-SILC 2025 leben 43 Prozent der Personen ab 16 Jahren mit niedrigem Einkommen in Haushalten ohne Pkw, gegenüber 17 Prozent insgesamt und 8 Prozent bei hohem Einkommen.

    Statistik Austria: Tabellenband EU-SILC 2025 (Rev. 1 vom 12.05.2026), 29. April 2026. Primärquelle. Zitat

  46. Laut EU-SILC 2025 ist der neueste Pkw bei Haushalten mit hohem Einkommen zu 23 Prozent ein Elektro-, Hybrid- oder anderes Fahrzeug, bei Haushalten mit niedrigem Einkommen nur zu 5 Prozent (Österreich gesamt 9 Prozent).

    Statistik Austria: Tabellenband EU-SILC 2025 (Rev. 1 vom 12.05.2026), 29. April 2026. Primärquelle. Zitat

  47. Schobesberger (Grüne) sagte 2016, ein Elektroauto mache in der Stadt nur Sinn, wenn ein Garagenplatz zum Laden vorhanden sei, und sei daher vor allem für sehr gut situierte Menschen eine Alternative; deshalb gebe es keine städtische Förderung für private E-Pkw.

    Protokoll der 8. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 30. Juni 2016, 30. Juni 2016. Primärquelle. Zitat

  48. Bis Ende 2020 waren in Linz laut Stadt insgesamt ca. 1.000 E-Autos zugelassen; die Stadt förderte E-Autos von Betrieben mit 1.000 Euro pro Fahrzeug.

    Pakt für Linz: Turbo für Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen (Medienservice Stadt Linz, 10.06.2021, Wayback-Kopie), 10. Juni 2021. Primärquelle. Zitat

  49. Laut MeinBezirk (Dezember 2021) lief die städtische Förderung von 1.000 Euro pro E-Auto für Betriebe Ende 2021 aus; die Mittel sollten ab 2022 in öffentliche Ladestationen und E-Car-Sharing fließen.

    Elektromobilität: Stadt Linz fördert ab 2022 E-Car-Sharing und Ladestationen (MeinBezirk Linz), 6. Dezember 2021. Medienbericht oder Studie. Zitat

  50. Der Antrag „Laden für alle“ verlangte die Entwicklung eines attraktiven und leistbaren Tarifmodells für das Laden im öffentlichen Raum.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  51. Laut LINZ AG fährt seit 1897 eine elektrisch betriebene Straßenbahn in Linz, zunächst auf drei Kilometern mit 18 km/h.

    Tips: Elektrische Straßenbahn feiert 120 Jahre, 1. August 2017. Medienbericht oder Studie. Zitat

  52. Der erste Obus fuhr in Linz am 15. Mai 1944 auf der 8,32 km langen Strecke zwischen Hessenplatz und St. Martin.

    Tips: 75 Jahre Obusse in Linz, 15. Mai 2019. Medienbericht oder Studie. Zitat

  53. 2024 beförderten die LINZ AG LINIEN 102,54 Millionen Fahrgäste, davon 62,70 Millionen mit der Straßenbahn, 14,27 Millionen mit dem Obus, 0,86 Millionen mit der Bergbahn und 24,71 Millionen mit Autobussen.

    LINZ AG Geschäftsbericht 2024 auf einen Blick, 2025. Primärquelle. Zitat

  54. Die LINZ AG LINIEN haben ihre Obus-Flotte bis März 2019 auf 20 vollelektrische, 24 Meter lange Doppelgelenk-Obusse mit rund 180 Plätzen erneuert; ein batterieelektrischer Ersatzantrieb erlaubt kurze Strecken ohne Oberleitung.

    Tips: Linz AG Linien haben die Erneuerung ihrer Obus-Flotte abgeschlossen, 20. März 2019. Medienbericht oder Studie. Zitat

  55. Seit 1. Juni 2026 fahren auf der Linie 26 (St. Margarethen bis Stadion) vier vollelektrische Busse vom Typ MAN Lion’s City 12 E; es sind die ersten batterieelektrischen Autobusse der LINZ AG LINIEN.

    LINZ AG Presse: Vier neue E-Autobusse sind seit heute auf der Linie 26 im Einsatz, 1. Juni 2026. Primärquelle. Zitat

  56. Die vier E-Busse samt Ladeinfrastruktur kosteten knapp 3 Millionen Euro: rund 2,3 Millionen Euro für die Fahrzeuge und rund 700.000 Euro für die Ladeinfrastruktur.

    Presse-Treff „Fahrzeug-Präsentation: Der erste batterieelektrische Autobus ist da!“, 21.04.2026, 21. April 2026. Primärquelle. Zitat

  57. Der Bund (BMIMI) förderte über das EBIN-Programm die Mehrkosten des emissionsfreien Betriebs der vier E-Busse samt Ladeinfrastruktur mit insgesamt 1,36 Millionen Euro; abgewickelt wurde die Förderung von der FFG.

    Presse-Treff „Fahrzeug-Präsentation: Der erste batterieelektrische Autobus ist da!“, 21.04.2026, 21. April 2026. Primärquelle. Zitat

  58. Die LINZ AG erwartet durch die E-Busse auf der Linie 26 eine CO2-Einsparung von 215 Tonnen pro Jahr.

    Presse-Treff „Fahrzeug-Präsentation: Der erste batterieelektrische Autobus ist da!“, 21.04.2026, 21. April 2026. Primärquelle. Zitat

  59. Der Bund fördert über EBIN II (8. Ausschreibung) die Anschaffung von 12 Doppelgelenk-O-Bussen (24 m, mit In-Motion-Charging) für die Linie 48 mit einem Barwert von 7.920.000 Euro; Laufzeit 15.10.2025 bis 14.10.2029.

    FFG Projektdatenbank: O-Buslinie 48 – 12 Stk. 24-Meter-Doppelgelenk-O-Busse für die neue Linie 48 in Linz, 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  60. Laut LINZ AG sollen die Hauptarbeiten für die Obuslinie 48 ab September 2026 rund ein Jahr dauern; die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 geplant.

    LINZ AG Presse: Die Vorarbeiten für die geplante Obuslinie 48 haben begonnen, 1. September 2026. Primärquelle. Zitat

  61. Helge Langer hat sich im September 2026 die Bauarbeiten für die künftige Linie 48 auf der ehemaligen Trasse der Verbindungsbahn angesehen und schrieb: „Wir Grüne haben uns lange für diese Verbindung eingesetzt.“

    Instagram @helgelanger, Beitrag vom 22. September 2026, 22. September 2026. Grüne Quelle.

  62. Das Carsharing tim der LINZ AG LINIEN umfasste im Mai 2025 13 Mobilitätsknoten (12 in Linz, 1 in Leonding) mit einer Flotte von 50 Fahrzeugen; seit dem Start 2019 gab es 60.000 Buchungen und mehr als vier Millionen gefahrene Kilometer, zwei Drittel der Fahrten sind elektrisch.

    LINZ AG Presse: 13. Standort von tim Linz eröffnet am Froschberg, 20. Mai 2025. Primärquelle. Zitat

  63. Laut einer Nutzer:innen-Umfrage der LINZ AG (2023) besaß mehr als die Hälfte der tim-Kund:innen ein MEGA-Ticket oder KlimaTicket, und 67 Prozent gaben an, seit der tim-Nutzung deutlich weniger mit dem Auto unterwegs zu sein; tim hatte damals mehr als 1.100 Kund:innen.

    LINZ AG Pressekonferenz tim Linz (5.6.2023), 5. Juni 2023. Primärquelle. Zitat

  64. Die Stadt Linz fördert den Kauf oder das Leasing eines E-Carsharing-Autos für Linzer Privatinitiativen mit 1.000 Euro, kombinierbar mit der Bundesförderung.

    Stadt Linz Serviceguide: E-Carsharing für Privatinitiativen, abgerufen 2026-10-29. Primärquelle. Zitat

  65. Das Leihradsystem city bike Linz (powered by nextbike) bietet laut Betreiber 50 Verleihstationen; die ersten 30 Minuten der ersten Ausleihe pro Tag sind gratis, danach kosten 15 Minuten 1 Euro.

    city bike Linz: Preise, abgerufen 2026-10-29. Primärquelle. Zitat

  66. Die Stadt Linz fördert (E-)Lastenfahrräder und Fahrradanhänger für Personen mit Hauptwohnsitz in Linz mit 30 Prozent der Kosten, höchstens 800 Euro (Lastenrad), 1.000 Euro (E-Lastenrad, E-Lastenanhänger) bzw. 150 Euro (Anhänger); herkömmliche E-Fahrräder werden nicht gefördert.

    Stadt Linz Serviceguide: (E-)Lastenfahrräder und (E-)Fahrradanhänger, (E-)Dienstfahrräder, abgerufen 2026-10-29. Primärquelle. Zitat

  67. Für Linzer:innen mit Hauptwohnsitz kostet die übertragbare Jahreskarte der LINZ AG LINIEN (MEGA-Ticket) 2026 aufgrund einer Umweltförderung der Stadt Linz 285 Euro statt 630 Euro Verkaufspreis.

    LINZ AG LINIEN: Fahrpreise Kernzone Linz ab 1.1.2026, 1. Jänner 2026. Primärquelle. Zitat

  68. Mit Beschluss vom 23.05.2013 (Berichterstatter Michael Svoboda, Grüne) sank die Jahresnetzkarte für Linzer*innen ab 01.07.2013 durch eine Umweltsubvention von 100 Euro von 385 auf 285 Euro.

    Wortprotokoll-Auszug 34. Gemeinderatssitzung Linz, 23.05.2013, M6 Umweltticket Linz, 23. Mai 2013. Primärquelle.

  69. GR Michael Svoboda (Grüne) bezeichnete sich im März 2023 als einen von 17.000 Linzer Umweltticket-Besitzer*innen und das Umweltticket als vor einem Jahrzehnt von Eva Schobesberger und den Grünen initiiert.

    Stadt Linz, Wortprotokoll 13. Sitzung des Gemeinderates am 23.3.2023, 23. März 2023. Primärquelle.

  70. 2015 schlug Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) vor, mit Ladesystemen im öffentlichen Raum noch zuzuwarten, weil es kein einheitliches Ladesystem gebe; ein FPÖ-Antrag „E-Mobilität der Linzer fördern“ wurde einstimmig den Ausschüssen zugewiesen.

    Protokoll der 53. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2015, 23. April 2015. Primärquelle. Zitat

  71. Schobesberger (Grüne) sagte 2016, Elektroautos lösten weder das Feinstaubproblem durch Reifen- und Bremsabrieb noch das Platzproblem, da sie genauso viel Platz brauchten wie andere Autos.

    Protokoll der 8. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 30. Juni 2016, 30. Juni 2016. Primärquelle. Zitat

  72. Am 27. Mai 2021 brachte die ÖVP (Berichterstatter GR Wolfgang Steiger) den Antrag „E-Mobilität Ladeinfrastruktur für Bewohnerinnen und Bewohner“ ein, wonach die Stadt den Ausbau fehlender Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum und durch Förderungen auch auf privaten Flächen, vor allem im gemeinnützigen Wohnbau, vorantreiben sollte.

    Protokoll der 50. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 27. Mai 2021, 27. Mai 2021. Primärquelle. Zitat

  73. Der ÖVP-Antrag zur Ladeinfrastruktur für Bewohnerinnen und Bewohner wurde am 27. Mai 2021 bei Stimmenthaltung von SPÖ (19) und FPÖ (15) sowie GRin Grünn (KPÖ) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.

    Protokoll der 50. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 27. Mai 2021, 27. Mai 2021. Primärquelle. Zitat

  74. Am 1. Juli 2021 legte Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) dem Gemeinderat einen Antrag vor, den Energiesparfonds 2021 um einen Sondertopf von 100.000 Euro für E-Mobilität aufzustocken und per Grundsatzbeschluss das Umweltmanagement mit einem Masterplan zum Ausbau öffentlich zugänglicher E-Ladestationen zu beauftragen.

    Protokoll der 51. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 1. Juli 2021, 1. Juli 2021. Primärquelle. Zitat

  75. Der Antrag mit Sondertopf E-Mobilität und Grundsatzbeschluss zum Masterplan E-Ladestationen wurde am 1. Juli 2021 bei Stimmenthaltung der FPÖ (14) und von GRin Grünn (KPÖ) mit Stimmenmehrheit angenommen.

    Protokoll der 51. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 1. Juli 2021, 1. Juli 2021. Primärquelle. Zitat

  76. Laut Medienservice der Stadt Linz vom 10. Juni 2021 gab es damals in Linz 327 öffentlich zugängliche Ladestecker, die meisten davon für E-Fahrräder, und nur 25 Schnelllader ab 50 kW; im Umfeld großer Wohnanlagen seien geeignete Lademöglichkeiten selten.

    Pakt für Linz: Turbo für Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen (Medienservice Stadt Linz, 10.06.2021, Wayback-Kopie), 10. Juni 2021. Primärquelle. Zitat

  77. Die Stadt hielt 2021 fest, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur das Grundsatzproblem des ruhenden Verkehrs, der große Flächen des öffentlichen Gutes beansprucht, nicht löst.

    Pakt für Linz: Turbo für Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen (Medienservice Stadt Linz, 10.06.2021, Wayback-Kopie), 10. Juni 2021. Primärquelle. Zitat

  78. In der 38. Sitzung des Linzer Gemeinderats am 23. April 2026 brachte GR Helge Langer (Grüne) als Berichterstatter den Antrag und die Resolution „Laden für alle – Systematischer Ausbau öffentlich zugänglicher E-Ladeinfrastruktur im Straßenraum“ (Tagesordnungspunkt H14) ein.

    Tagesordnung und Abstimmungsergebnisse der 38. Gemeinderatssitzung am 23.4.2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  79. Der Antrag „Laden für alle“ sollte Vizebürgermeister Martin Hajart (zuständig für Mobilitätsplanung) beauftragen, mit den Dienststellen des Magistrats bis spätestens Ende 2026 ein Konzept für den systematischen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur im Linzer Stadtgebiet auszuarbeiten.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  80. Das beantragte Konzept sollte den Ausbau von AC-Ladepunkten im öffentlichen Straßenraum vor allem in dicht bebauten Wohngebieten ohne private Stellplätze berücksichtigen, auch unter Berücksichtigung des Ausbaus von Bewohner*innenparkzonen.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  81. Als Ziel nannte der Antrag „Laden für alle“, in einem ersten Schritt 100 zusätzliche AC-Ladepunkte an besonders geeigneten Standorten zu schaffen.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  82. Der Antrag „Laden für alle“ nannte als zu prüfende Lösungen Laternenladepunkte oder Ladepunkte an bestehender Straßeninfrastruktur sowie die aktive Nutzung von Bundes- und EU-Förderprogrammen.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  83. Mit dem Resolutionsteil des Antrags „Laden für alle“ sollte die LINZ AG ersucht werden, am Konzept mitzuwirken und die Umsetzung von Maßnahmen zum Ausbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur, vor allem in Wohngebieten, zu prüfen; die Kosten sollten durch Umschichtung im Budget gedeckt werden.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  84. Langer verwies auf rund 480 Millionen Euro Fördermittel aus „eMove Austria“, die bis Ende 2026 bereitstünden, und argumentierte, die Stadt müsse jetzt Projekte vorlegen, um sie abzuholen.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  85. Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) beantragte die Zuweisung in den Mobilitätsausschuss und nannte 686 öffentliche Ladepunkte im Linzer Stadtgebiet, von denen 379 die LINZ AG betreibe.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  86. Hajart führte gegen Laternenladen an, die öffentliche Beleuchtung habe eine sehr geringe Ladeleistung und Kundinnen und Kunden bevorzugten zunehmend Schnellladen (DC); er berief sich auf ein Gespräch mit dem Leiter der Abteilung Öffentliche Beleuchtung und Verkehrstechnik.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  87. Hajart sagte, Laden an Leuchtmasten sei nur bei eingeschalteter Beleuchtung, also in der Nacht, möglich, und es würden damit Parkplätze für wohl immer dasselbe Fahrzeug reserviert, was Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb ausschließe.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  88. Hajart wies darauf hin, dass Beleuchtungsmasten in Linz meist auf der fahrbahnabgewandten Seite des Gehsteigs stehen, sodass Ladekabel quer über den Gehsteig lägen, eine Stolperfalle seien und Rollstuhlfahrende behinderten.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  89. Hajart sagte, Ladepunkte würden immer von Privaten betrieben; der Ausbau sei eine marktwirtschaftliche Angelegenheit, die sich am Markt und nicht durch die öffentliche Hand regeln solle, „zumindest, wenn es nach uns geht“.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  90. Hajart bezeichnete den „Masterplan Parken“ als die richtige Adresse für das elektrische Laden von Fahrzeugen.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  91. In seiner Anfragebeantwortung vom 2. Juli 2026 nannte Hajart keinen Termin für die Vorlage des Masterplans Parken im Gemeinderat; dies hänge auch von den mitzuständigen Stadtsenatsmitgliedern ab.

    Protokoll der 40. Sitzung des Gemeinderates Linz am 2. Juli 2026, 2. Juli 2026. Primärquelle.

  92. GR Michael Roth-Schmida (KPÖ) sah einen grundlegenden Widerspruch zwischen „Ladestrom für alle“ im Sinne privater E-Mobilität und einer echten Mobilitätswende; die KPÖ würde sich beim Antrag selbst enthalten, verschließe sich aber nicht der Ausschussdiskussion.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  93. Roth-Schmida (KPÖ) erklärte, er verstehe die Intention, dass Laden nicht nur ein Privileg von Eigenheimbesitzern mit Photovoltaikanlage sein solle.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  94. GR Christian Stellnberger (SPÖ) sagte in seiner ersten Wortmeldung im Gemeinderat, auch die SPÖ begrüße den Ausbau der Ladeinfrastruktur, weil die Nachfrage steige, und begrüße die Zuweisung in den Ausschuss.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  95. Der Gemeinderat wies den Antrag „Laden für alle“ am 23. April 2026 einstimmig dem Ausschuss für Mobilität und Märkte zu; über den Inhalt wurde im Plenum nicht abgestimmt.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  96. Vorsitzender des Ausschusses für Mobilität und Märkte ist Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP); Helge Langer (Grüne) und Christian Stellnberger (SPÖ) sind Mitglieder, die KPÖ (Michael Roth-Schmida) ist nur mit beratender Stimme vertreten.

    Stadt Linz: Ausschuss für Mobilität und Märkte (abgerufen 29.10.2026), 29. Oktober 2026. Primärquelle. Zitat

  97. Langer sagte im Schlusswort, die Grünen kaprizierten sich nicht auf Laternenlader, räumte mögliche technische Herausforderungen ein und schlug vor, sich auf günstig installierbare Langsamlader in Wohngebieten ohne Ladeinfrastruktur zu konzentrieren.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  98. Langer sagte im Schlusswort, der Betrieb der Ladepunkte eigne sich für eine Ausschreibung und könne von Privaten übernommen werden, und es gehe kein Parkplatz verloren, nur weil Ladeinfrastruktur geschaffen werde.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat

  99. In seinem Schlusswort sagte Langer, die Elektromobilität sei auch für die Grünen nur ein kleiner Teil der Mobilitätswende; Kern sei die Priorisierung aktiver und sanfter Mobilität.

    Wortprotokoll der 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz am 23. April 2026, 23. April 2026. Primärquelle. Zitat